Aktien
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 22.09.2010

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 22.09.2010

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 22.09.2010

BASF SE

Paris - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat die Einstufung für BASF nach einem Pressebericht, wonach die russische Gazprom die BASF-Tochter Wintershall zum Einstieg in das Pipelineprojekt South Stream bewegen wolle, auf "Selected List" mit einem Kursziel von 61,00 Euro belassen. Angesichts des derzeit niedrigen Gaspreises seien die von Gazprom gewünschten Mrd.-Investitionen in das Projekt nicht gerade attraktiv, schrieb Analyst Martin Rödiger in einer Studie vom Mittwoch. Positiv könnten sich jedoch Pläne der EU-Kommission auswirken, wonach Gasversorger den Verbrauchern eine 30-Tage-Liefergarantie geben müssen und dafür Reservelager vorhalten müssten. Da BASF bereits mehrere Lagerstätten habe, dürfte der Konzern davon profitieren.

BASF SE

London - Die australische Investmentbank Macquarie hat die Aktien von BASF auf "Neutral" mit einem Kursziel von 46,50 Euro belassen. Analyst Christian Faitz empfahl in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie, zyklische Chemiewerte zu meiden. Stattdessen gab er defensiven Titeln den Vorzug. Als ein Beispiel für den strukturellen Wandel hin zu besserer Ertragsstabilität nannte Faitz den deutschen Chemiekonzern BASF. Dieser habe sich von Basell getrennt und in weniger zyklische Aktivitäten wie den Chemiespezialisten Engelhard investiert. Der Konzern habe sich strukturell verbessert und profitiere insbesondere vom Geschäft in Schwellenländern wie China.

Bayer AG

London - Die australische Investmentbank Macquarie hat die Aktien von Bayer auf "Outperform" mit einem Kursziel von 59,00 Euro belassen. Analyst Christian Faitz empfahl in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie, zyklische Chemiewerte zu meiden. Stattdessen gab er defensiven Titeln den Vorzug. Der Chemiekonzern Bayer habe sich in den letzten zehn Jahren tiefgreifend gewandelt und aufgrund zahlreicher M & A-Aktivitäten das Portfolio beinahe grundlegend verändert. Der Verkauf von Lanxess und die Übernahme von Aventis Cropscience sowie Schering wertete Faitz als richtigen Schritt zu mehr Ertragsstabilität.

Commerzbank AG

Frankfurt - Das Analysehaus Kepler Equities hat die Einstufung für Commerzbank nach einem Unternehmenskontakt auf "Hold" mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen. Die Bank sei weiter gefangen zwischen einer starken operativen Entwicklung im ersten Halbjahr und konjunkturellem Rückenwind auf der einen Seite sowie dem notwendigem Reinemachen nach der Finanzkrise auf der anderen Seite, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie weise einen sehr hohen Abschlag gegenüber dem Buchwert und dem Nettovermögenswert (NAV) auf. Die Anleger zeigten vor der Kapitalerhöhung wohl Zurückhaltung, sie sollten jedoch keinesfalls mit Leerverkäufen auf fallende Kurse spekulieren.

Commerzbank AG

Paris - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat Commerzbank mit "Outperform" und einem Kursziel von 8,00 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Das noch teilstaatliche Kreditinstitut dürfte bereits 2010 zu einer nachhaltigen Profitabilität zurückkehren, schrieb Analyst Christoph Blieffert in einer Studie vom Mittwoch. Gründe dafür seien von ihm erwartete geringere operative Kosten einschließlich Synergien aus der Dresdner-Bank-Übernahme sowie niedrigere Kreditausfälle im Zuge des Konjunkturaufschwungs in Deutschland. Der Experte rechnet damit, dass die Commerzbank ihre Staatskredite in Höhe von rund 18 Mrd. Euro bis 2013 vollständig zurückgezahlt haben wird.

Daimler AG

Frankfurt - Das Analysehaus Kepler Equities hat die Einstufung für Daimler auf "Reduce" mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Das Management des Automobilkonzerns habe auf der Nutzfahrzeugmesse in Hannover bestätigt, dass sich der Auftragseingang der Sparte weiter belebe, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Mittwoch. Dies sei allerdings lange erwartet worden und dürfte im Kurs enthalten sein.

Deutsche Postbank AG

Hannover - Die Nordlb empfiehlt den Aktionären der Postbank , die Offerte der Deutschen Bank von 25 Euro je Aktie anzunehmen. Das freiwillige Übernahmeangebot erfolge wie erwartet zum Mindestpreis, den die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgelegt habe, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Dienstag. In den kommenden zwei bis drei Jahren rechne er nicht mit einem besseren Angebot der Deutschen Bank. Die Postbank-Aktie sei in diesem Zeitraum kein attraktives Investment für freie Aktionäre, da die Postbank für sich genommen unterkapitalisiert sei und auf absehbare Zeit keine Dividende zahle. "Da der faire Wert der Postbank deutlich unter dem Angebotspreis der Deutschen Bank liegt, raten wir den Aktionären zur Annahme des Angebots", fasste Seufert zusammen.

Infineon Technologies AG

ZÜRich - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Infineon nach der angehobenen Unternehmensprognose von 4,70 auf 5,00 (Kurs: 4,835) Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Zwar sei der bessere Geschäftsverlauf vor allem der Absatzstärke von Smartphones wie dem iphone geschuldet, er glaube aber, dass sich auch die übrigen Geschäftsfelder ebenfalls besser als erwartet entwickelt haben, schrieb Analyst Gareth Jenkins in einer Studie vom Mittwoch.

Infineon Technologies AG

Paris - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat die Einstufung für Infineon nach einer erneuten Erhöhung der Unternehmensziele auf "Underperform" mit einem Kursziel von 4,10 Euro belassen. Der bereits zum vierten Mal in Folge verbesserte Ausblick des Chipherstellers für das Geschäftsjahr 2009/10 liege klar über den Markterwartungen, schrieb Analyst Bernd Laux in einer Studie vom Mittwoch. Er habe deshalb seine Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr um zehn Prozent erhöht. Allerdings zweifle er an der Nachhaltigkeit des Margenpotenzials und rate angesichts der trägen Marktreaktion auf den neuen Ausblick zu Gewinnmitnahmen.

Infineon Technologies AG

Frankfurt - Das Analysehaus Kepler Equities hat die Einstufung für Infineon nach der Prognoseerhöhung auf "Buy" mit einem Kursziel von 6,00 Euro belassen. Auch wenn gerade die verkaufte Handy-Sparte für die optimistischeren Erwartungen für das vierte Quartal verantwortlich sei, bleibe die Trennung der richtige Schritt, schrieb Analyst Tobias Loskamp in einer Studie vom Mittwoch. Das Risikoprofil habe sich deutlich verbessert. Infineon stehe zudem ein guter Start in das Geschäftsjahr 2011 bevor.

Infineon Technologies AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat Infineon auf "Buy" mit einem Kursziel von 6,10 Euro belassen. Positiv sei der Zugriff auf Kapitalzuflüsse aus der Mobilfunksparte für ein weiteres Quartal, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Mittwoch. Das gleiche gelte für die Aussage, dass die Bereiche Automotive (ATV) sowie Industrial & Multimarket (IMM) im vierten Geschäftsquartal besser als erwartet abgeschnitten hätten und im ersten Quartal weiter wachsen sollen. Das Halbleiterunternehmen habe seine Ziele für 2010 erneut erhöht und liege nun 14 Prozent über den Markterwartungen für die Profitabilität der Segmente. Die Entwicklung bei Infineon sei für die kommenden zwei Quartale vorhersehbar, seine Prognosen für 2011 blieben aber unverändert.

Lanxess AG

London - Macquarie hat das Kursziel für Lanxess nach einer Investorenveranstaltung von 35,00 auf 40,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Spezialchemie-Konzern habe seinen Fokus auf Aktivitäten ausgerichtet, die höhere Margen versprechen und weniger konjunkturabhängig seien, schrieb Analyst Christian Faitz in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Damit dürfte das Portfolio einen Schliff bekommen und besser aussehen als je zuvor.

Linde AG

London - Die australische Investmentbank Macquarie hat die Aktien von Linde auf "Outperform" mit einem Kursziel von 104,00 Euro belassen. Analyst Christian Faitz empfahl in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie zyklische Chemiewerte zu meiden. Stattdessen gab er defensiven Titeln wie Linde den Vorzug. Der Industriegaseproduzent dürfte insbesondere vom zu erwartenden Wachstum in Schwellenländern sowie von Aufträgen aus dem Mittleren Osten profitieren.

MAN SE

Frankfurt - Equinet hat die Einstufung für die Aktie von MAN auf "Buy" mit einem Kursziel von 86,00 Euro belassen. Die Äußerung des Vorstandschefs, dass der Ausblick für das Gesamtjahr vom derzeitigen Standpunkt aus möglicherweise zu konservativ sei und eine Anhebung nach den Zahlen zum dritten Quartal denkbar sei, werte er ganz klar positiv, schrieb Analyst Tim Schuldt in einer Studie vom Mittwoch. Insofern bleibe er bei seiner Kaufempfehlung.

Merck

Frankfurt - Die Commerzbank hat Merck auf "Hold" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Er rechne in dieser Woche noch mit einer Zulassungsempfehlung für die MS-Tablette Cladribin durch den Expertenausschuss für Humanarzneimittel (Chmp) in Europa, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Mittwoch. Damit sollten die Darmstädter in dieser Region die Führung im Rennen um die Einführung oraler MS-Produkte übernehmen In den USA habe indes Novartis mit der Zulassung von Gilenia die Nase vorn.

Merck

London - Jpmorgan hat die Einstufung für Merck nach einem Investorentag auf "Neutral" belassen. Der neue Unternehmensausblick für das Jahr 2011 bestätige seine Prognose für den Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern, schrieb Analyst Richard Vosser in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Das Aufwärtspotenzial dürfte im kommenden Jahr gering sein. Zudem könnten die Äußerungen zur Dividendenpolitik enttäuschen. Anders als die europäischen Wettbewerber verfolge Merck keine progressive Dividendenpolitik.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%