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dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 23.12.2010

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 23.12.2010

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 23.12.2010

Deutsche Bank

MÜNchen - Merck Finck hat die Einstufung für die Deutsche Bank nach einem "Handelsblatt"-Interview mit Konzernchef Josef Ackermann auf "Buy" belassen. Wie Ackermann rechne auch er im Zuge der Umsetzung der neuen Kapitalvorschriften Basel III vorerst mit niedrigeren Eigenkapitalrenditen, schrieb Analyst Konrad Becker in einer Studie vom Donnerstag. "Ich hoffe aber, dass die Deutsche Bank ihre Profitabilität durch eine bessere Effizienz und den Ausbau weniger schwankungsanfälliger Aktivitäten steigern wird, und nicht, indem sie Risiken in der Art und im Umfang wie vor der Krise akzeptiert", meinte der Experte.

Deutsche Postbank

Hannover - Die Nordlb hat die Aktie der Postbank von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft, das Kursziel aber von 21,50 auf 20,50 Euro gesenkt. Wie erwartet habe der Kurs nach dem Ende des Übernahmeangebots zu 25 Euro je Aktie nachgegeben und sich leicht unter seinem Ziel eingependelt, begründete Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Donnerstag sein neues Votum. Auch wenn das Kreditinstitut im Schlussquartal 2010 einen kleinen Vorsteuergewinn erwarte und auf 2011 verhalten optimistisch blicke, bleibe die Ertragskraft vergleichsweise schwach. Er rechne weder 2010 noch 2011 mit einer deutlichen Erholung der Eigenkapitalrendite.

EON

MÜNchen - Merck Finck hat Eon nach einem Zeitungsinterview des Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen zu den Verhandlungen mit Gazprom auf "Sell" belassen. Die Verhandlungen über flexiblere, langfristige Gaslieferverträge seien von entscheidender Bedeutung für die Gewinnperspektiven des Energiekonzerns, schrieb Analyst Theo Kitz in einer Studie vom Donnerstag. Er verwies auf die Aussagen von Teyssen, wonach die Verhandlungen noch an Fahrt aufnehmen müssten.

Ericsson

London - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Ericsson nach zuletzt sehr guter Kursentwicklung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 95,00 auf 93,00 schwedische Kronen gesenkt. Er gehe für 2011/12 davon aus, dass einer deutlichen Nachfrageerholung ein zunehmender Preisdruck gegenüberstehen wird, schrieb Analyst Tim Boddy in einer Studie vom Donnerstag. Dieser belaste wiederum die Margen. Die Bewertung bleibe zwar attraktiv, er befürchte jedoch, dass die Aktie angesichts zahlreicher Unsicherheitsfaktoren mit einem deutlichen Abschlag gegenüber Konkurrenten gehandelt werden könnte.

Hannover Rueck

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Aktie der Hannover Rück nach dem Verkauf der US-Tochter Clarendon von "Add" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel jedoch von 40,00 auf 42,00 (Kurs: 40,68) Euro angehoben. Die Transaktion sei positiv, da der Hannover Rück damit ein früher Absprung aus dem in der Abwicklung befindlichen Geschäft gelinge und ansonsten gebundene Ressourcen neu ausgerichtet werden können, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Donnerstag. Die administrativen Kosten wären im anderen Fall sehr hoch gewesen. Zudem hätten Risikovorsorgen nur sehr konservativ und mit entsprechend unterdurchschnittlicher Rendite angelegt werden können.

Hannover Rueck

ZÜRich - Kepler hat Hannover Rück nach dem Verkauf der US-Tochter Clarendon Insurance an Enstar auf "Hold" mit einem Kursziel von 36,00 Euro belassen. Im gegenwärtigen Umfeld sei eine Reduzierung des US-Engagements einer der besten strategischen Schritte für europäische Versicherer, schrieb Analyst Fabrizio Croce in einer Studie vom Donnerstag. Wenngleich im Zusammenhang mit dem Verkauf ein Verlust verbucht werden müsse, sei der Zeitpunkt richtig gewählt. Die Belastungen in Höhe von 40 bis 60 Mill. Euro beeinflussten das Gewinnziel für 2010 nicht.

Krones

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einstufung für Krones auf "Hold" mit einem Kursziel von 39,00 Euro belassen. Die von Finanzchef Hans-Jürgen Thaus genannten Umsatz- und Gewinnziele für das Jahr 2010 hätten weitgehend ihren Erwartungen entsprochen, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Donnerstag. Dennoch sei bei der Preisgestaltung das Vorkrisenniveau noch immer nicht erreicht.

Lanxess

London - Barclays hat das Kursziel für Lanxess nach der angekündigten Übernahme des Elastomer-Geschäfts von DSM von 64,50 auf 70,80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. DSM Elastomer passe strategisch gut zum Leverkusener Chemiekonzern und der Kauf sei zudem günstig, schrieb Analyst James Knight in einer Studie vom Donnerstag. Synergiepotenzial entstehe vor allem durch die Technologie, die Lanxess erwerbe. Der Experte rechnet ab 2011 mit einem positiven Gewinnbeitrag und hob seine Prognosen an.

Micron Technology

ZÜRich - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Micron Technology nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 7,50 Dollar belassen. Die Zahlen seien nicht zuletzt wegen einer schwächeren Dram-Nachfrage hinter den Erwartungen geblieben, schrieb Analyst Uche Orji in einer Studie vom Donnerstag. Er habe seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2011 um 57 Prozent gekappt.

Micron

London - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Micron Technology nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 10,00 Dollar belassen. Angesichts der gesunden Bilanz und der soliden Cash-Flow-Entwicklung betrachte er Micron als ein langfristiges Investment, schrieb Analyst Tim Luke in einer Studie vom Donnerstag. Die jüngsten Zahlen des Technologiekonzerns seien allerdings schwächer als erwartet ausgefallen und auch der Ausblick für das laufende zweite Quartal sei schwach. Im laufenden Quartal könnte aber der Tiefpunkt markiert werden, was Investoren wiederum ermutigen dürfte.

Novo-Nordisk

London - Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat Novo Nordisk nach Studienergebnissen für die neuen Insuline Degludec und Degludecplus auf "Sell" mit einem Kursziel von 425,00 dänischen Kronen belassen. Der Unterschied zum Konkurrenzprodukt Lantus aus dem Hause Sanofi-Aventis sei kleiner als erwartet, schrieb Analyst Savant Ahmed in einer Studie vom Donnerstag. Daher dürfte es dem dänischen Pharmakonzern schwer fallen, für Degludec einen Preisaufschlag zu den bereits erhältlichen Insulinen zu erzielen.

Sabmiller

ZÜRich - Die UBS hat Sabmiller nach Zahlen zum US-Bierabsatz auf "Buy" belassen. Der US-Bierabsatz habe im November trotz einer höheren Vorjahresbasis als in den vergangenen beiden, eher enttäuschenden Monaten zugelegt, schrieb Analystin Melissa Earlham in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Dies impliziere einen steigenden Bierkonsum und sei vor allem angesichts der Preissteigerungen im September und Oktober positiv.

Tomtom

Paris - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Tomtom auf 5,30 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Das neue Kursziel gehe einher mit deutlich reduzierten Schätzungen für den kurzfristigen Gewinn je Aktie, schrieb Analyst Alexander Peterc in einer Studie vom Donnerstag. Der US-Markt für Navigationsgeräte gehe stärker zurück als von ihm erwartet, begründete der Experte die Maßnahme. Auch habe er anscheinend die hohen Marketingaufwendungen bei Tomtom zunächst unterschätzt.

Wincor Nixdorf

Frankfurt - Die Commerzbank hat das Kursziel für Wincor Nixdorf von 60,00 auf 66,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Add" belassen. Da sich die Erholung im Einzelhandel fortsetzen dürfte, habe sie ihre Prognosen für das Paderborner Unternehmen leicht erhöht, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Mittwoch. Die Finanzdaten des Geldautomaten- und Kassensystemherstellers seien grundsolide.

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