Dresdner Bank empfiehlt Aktie des französischen Weltmarktführers für Rußpartikelfilter zum Kauf
Feinstaub-Diskussion stärkt Faurecia

In Europa herrscht dicke Luft – es profitiert Faurecia. Der französische Autozulieferer beherrscht den Markt für Rußpartikelfilter: Nach Unternehmensangaben stammen zwei von drei verkauften Filtern weltweit aus Faurecia-Fabriken. Deshalb hat die Dresdner Bank die Aktie nun zum Kauf empfohlen.

HB DÜSSELDORF. „Faurecia hat einen Technologievorsprung, weil seine Filter wartungsfrei sind“, sagt Analyst Uwe Treckmann. Auch wenn Diesel-PKW nur für drei Prozent der Feinstaub-Belastung sorgten – in der öffentlichen Diskussion werde die Schuld auf ihnen abgeladen. Darum könnten die Hersteller Diesel-Autos ohne Filter in den nächsten Monaten kaum noch verkaufen. Also werde die Nachfrage nach diesen deutlich steigen.

Dass die Filterverkäufe steigen, hatte der Markt allerdings bereits erwartet. Denn partikelarme Autos sollen in der EU in den kommenden Jahren günstigeren Steuern unterliegen. Bereits im August hatten die Marktforscher von B&D Forecast vorausgesagt, dass sich der Weltmarkt bis 2012 auf 1,9 Mrd. Euro versechsfachen werde. Weiter könne er nicht wachsen, sagt Geschäftsführer Ferdinand Dudenhöffer, denn 2012 hätten alle neuen Autos einen Filter. Die derzeitige Diskussion könne allenfalls dafür sorgen, dass der Markt dieses Niveau schneller erreiche. Davon wollen auch andere, im Bereich Filter bisher wenig aktive, Zulieferer profitieren. Die größte Gefahr droht Faurecia von Bosch. Die Deutschen wollen 2006 ebenfalls Partikelfilter auf den Markt bringen.

Doch selbst wenn Faurecia seinen Marktanteil halten könnte, bliebe der Beitrag der Partikelfilter zum Unternehmensumsatz gering. Von den fast elf Mrd. Euro Umsatz, die Faurecia 2004 erzielte, ging nicht einmal ein Zehntel auf Filter zurück. Den größten Teil seiner Umsätze macht der Konzern mit Konsolen, Sitzen und Autotüren.

In diesem Geschäft sind die Aussichten weniger rosig. Zum Problem könnten vor allem die Rohstoffpreise werden: Faurecia brauche viel Stahl und Kunststoff, sei aber nicht gegen Preiserhöhungen abgesichert, sagt Hypo-Vereinsbank-Analyst Rolf Woller. Er glaubt, dass die Preise weiter stark steigen werden und hat die Aktie auf „underperform“ gestuft. Uwe Treckmann von der Dresdner Bank glaubt dagegen, dass die Preissteigerungen im Kurs schon berücksichtigt sind.

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