Druck auf Neuemissionen
Börsenkandidaten geraten ins Schlingern

Nachdem der Baumaschinen-Hersteller Wacker Construction am Sonntagabend überraschend seinen Börsengang verschoben hat, ist der ohnehin schon hohe Druck auf die noch vor der Sommerpause geplanten Emissionen weiter gestiegen.

FRANKFURT. Im Mittelpunkt des Interesses stand gestern der Tiefbauspezialist Bauer, der heute sein Debüt im Prime Standard plant.

Die in einer Preisspanne von 16,50 bis 21,50 Euro angebotenen Aktien notierten im so genannten Graumarkt, in dem Aktien bereits vor ihrer Erstnotiz gehandelt werden, bereits seit Tagen am unteren Rand der Spanne oder sogar darunter. Die Tendenz ging allerdings gestern Nachmittag leicht nach oben. Beim Börsenmakler Lang & Schwarz lag die Taxe zwischen 15,75 und 16,75 Euro. „Bauer kommt das wieder steigende Kursniveau an der Börse zugute“, sagte ein Händler dort. Investoren schlossen allerdings nicht aus, dass Bauer den Emissionspreis senken oder die Börsenpläne ähnlich wie Wacker Construction verschieben werde. Bauer beriet nach Informationen aus Unternehmenskreisen mit Konsortialführer Deutsche Bank gestern bis in den Abend hinein über das Vorgehen.

Ähnlich unter Druck wie Bauer steht auch das Biotechnologie-Unternehmen Biofrontera. Die zum Festpreis von 15 Euro angebotenen Aktien des defizitären Unternehmens notierten gestern im Graumarkt zwischen 14 und 15,50 Euro. Bereits die beiden letzten großen Börsenneulinge, der Kran-Hersteller Demag und der Stahlhändler Klöckner & Co, hatten Probleme mit ihren Emissionen. Demag musste die Preisspanne und die Zahl der Aktien senken, die Klöco-Aktie rutschte – getrieben durch Verkäufe von Hedge-Fonds – schon am ersten Handelstag unter den Ausgabepreis von 16 Euro und hat sich seither nicht erholt.

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