Druckmaschinenbauer
Aktien der Manroland-Konkurrenz im Höhenflug

Für die Aktionäre der Manroland-Konkurrenz ist die bevorstehende Insolvenz des Druckmaschinenherstellers ein frühes Weihnachtsgeschenk: Die Aktien von HeidelDruck und König & Bauer schießen in die Höhe.
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MünchenDer angeschlagene Druckmaschinenhersteller Manroland geht kurz vor Weihnachten in die Insolvenz. Für die Aktionäre der deutsche Konkurrenz ist das ein frühes Weihnachtsgeschenk: Die Aktien von Heidelberger Druck und König & Bauer stiegen wie schon am Vortag deutlich. Heidelberger Druck kletterten im MDax am Nachmittag um 15 Prozent, König & Bauer gewannen im SDax 8,9 Prozent. Schon am Donnerstag schnellte die Aktie von HeidelDruck um bis zu 13 Prozent nach oben.

Für die Geschäfte von Heidelberger Druck und Koenig & Bauer dürfte ein Ausscheiden von Manroland aus dem Markt von Vorteil sein, da dies den Preisdruck in der Branche lindern dürfte, schrieb Equinet-Analyst Holger Schmidt in einem Kommentar. Dagegen äußerten sich andere Analysten generell skeptisch zu den Aussichten für die Druckmaschinenhersteller. Die Anteilsscheine von HeidelDruck und Koenig & Bauer haben seit Jahresanfang rund 65 beziehungsweise 40 Prozent eingebüßt.

Die gesamte Branche kämpft seit Jahren mit rückläufigen Aufträgen, bei Manroland wie bei Heidelberger Druck waren massiv Stellen abgebaut worden. Die Zahl der Mitarbeiter bei Manroland ist in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 2200 auf noch 6500 gesunken. Derzeit arbeiten im Durchschnitt wieder 1700 bis 1800 Mitarbeiter kurz. Mit der Insolvenz müssen die restlichen 6500 Beschäftigten des seit Jahren kriselnden Konzerns um ihre Arbeitsplätze bangen. Das Unternehmen stellte am Freitag beim Amtsgericht in Augsburg einen Insolvenzantrag, bestätigte ein Sprecher des Gerichts auf Anfrage.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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