Ehemalige Tui-Tochter will expandieren
Waggon-Vermieter VTG strebt an die Börse

Der Hamburger Kessel- und Güterwagenvermieter VTG strebt als erstes Schienen-Logistikunternehmen Europas an die Börse. Noch vor der Sommerpause, die etwa Mitte Juli beginnt, sollten die VTG-Aktien im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert sein, kündigte Europas führender Waggonvermieter am Mittwoch in Hamburg an.

HB HAMBURG. Mit der dabei geplanten Kapitalerhöhung will die ehemalige Tui-Tochter ihre Expansion finanzieren. „Der Dornröschen-Schlaf der Schiene ist vorbei“, sagte Vorstandschef Heiko Fischer. Zum Volumen des Börsengangs machte er keine Angaben. Konsortialführer seien Goldman Sachs und UBS.

Außerhalb Europas seien Zukäufe geplant, kündigte Fischer an, ohne konkrete Vorhaben zu nennen. Wachsen will VTG vor allem in Ost- und Südosteuropa. Darüber hinaus werde ein Markteintritt in Nordamerika sowie in Russland, der Ukraine und in Kasachstan geprüft.

VTG war 2005 an die Luxemburger Compagnie Europeenne de Wagons (CEW) verkauft worden, hinter der die US-Investmentfirma WL Ross steht. Ross werde möglicherweise Anteile abgeben, plane aber keinen Ausstieg, betonte Fischer.

VTG ist in die Geschäftsbereiche Waggonvermietung, Schienenlogistik und Tankcontainerlogistik gegliedert. Zu den mehr als 1000 Kunden gehören vor allem große Unternehmen der Mineralöl-, Chemie-, Automobil- und Papierindustrie. Der Börsengang und die Konditionen dürften auch aufmerksam von der Deutschen Bahn verfolgt werden, die ebenfalls an den Kapitalmarkt strebt.

Im vergangenen Jahr erzielte VTG einen Umsatz von 518,6 (Vorjahr: 435,2) Mill. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 113 (54,5) Mill. Euro. Der Vorsteuergewinn sank auf 15,3 Mill. von 17,7 Mill. Euro. Im ersten Quartal 2007 verbesserte VTG die Rendite weiter. Bei einem Umsatz von 134 Mill. (plus 4,7 Prozent) kletterte der Betriebsgewinn um 14 Prozent auf 30 Mill. Euro.

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