Eigentümer Virgin nimmt nur die Hälfte des angepeilten Betrags ein
Neue Virgin-Mobile-Aktie bleibt ein Ladenhüter

Die Aktien des britischen Mobilfunkanbieters Virgin Mobile haben an ihrem ersten Handelstag bei freundlichem Markttrend einen kleinen Kurszuwachs verzeichnet. Der Emissionspreis war zuvor am unteren Ende der bereits gesenkten Preisspanne festgelegt worden.

HB LONDON. Nach der Erstnotiz an der Londoner Börse am Mittwoch legte der Aktienkurs in den ersten Handelsstunden auf bis zu 207 Pence zu, fiel im Handelsverlauf bis zum Nachmittag jedoch auf 203 Pence zurück. Der Emissionspreis war in der Nacht zum Mittwoch bei 200 Pence festgelegt worden, am unteren Ende der von 200 bis 220 Pence (3,0 bis 3,3 Euro) je Anteilsschein reichenden Preisspanne. Ursprünglich waren die Aktien zu 235 bis 285 Pence offeriert worden. Mangels Nachfrage war zu Wochenbeginn neben dem Preis jedoch auch die Zahl der angebotenen Aktien auf 62,5 Millionen Stücke von zuvor 98 Millionen Aktien reduziert worden. Das ist rund ein Viertel der gesamten Aktienzahl.

„Wir sind angesichts des schwierigen Marktumfeldes glücklich, dass Virgin Mobile an der Londoner Börse notiert ist, da zahlreiche andere Börsengänge in diesem Jahr abgesagt wurden“, erklärte der Ehren-Präsident von Virgin Mobile, Richard Branson.

Virgin Mobile gehört zum Virgin-Firmenimperium des Geschäftsmannes und Abenteurers Branson. Der Emissionserlös soll der Holding Virgin Group und damit anderen Geschäftsfeldern des Konzerns zufließen. So startet die Virgin Group im kommenden Jahr eine Billig-Fluglinie in den USA. Ende Juni hatte Branson den Wert von Virgin Mobile noch auf rund eine Milliarde Pfund taxiert. Auf Grundlage des Emissionspreises wird das Unternehmen, das in seiner Ladenkette Handys mit Guthabenkarten verkauft, nun mit rund 500 Millionen Pfund bewertet.

In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche an die Börse strebende Unternehmen auf Druck der Investoren die Preisspannen für die angebotenen Aktien gesenkt, da sich ansonsten nicht genügend institutionelle Käufer für die Papiere gefunden hätten. Mehrere Börsengänge wurden sogar ganz abgesagt.

An dem Erlös aus dem Börsengang von Virgin Mobile wird voraussichtlich auch der ehemalige Anteilseigner T-Mobile profitieren. T-Mobile hatte sich zu Jahresbeginn nach jahrelangem Streit über Provisionszahlungen aus dem 1999 gemeinsam gegründeten Unternehmen zurückgezogen und wird dafür am Emissionserlös beteiligt. In den kommenden Jahren wird Virgin Mobile zudem die Mobilfunk-Netzkapazitäten T-Mobile beziehen.

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