Einsteiegerlizenz für 20 000 Euro pro Jahr
DVFA will Qualität von Analysten messen

Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) will ein System zur Messung der Qualität von Analysten in den deutschen Markt einführen. Das „Information System for Analysts“ (ISfA) soll einen objektiven Vergleich der Performance von Empfehlungen einzelner Analysten und Research-Abteilungen ermöglichen.

HB FRANKFURT. Das Interesse an dem System sei überwältigend, sagte DVFA-Marketingleiter Ralf Frank am Dienstagabend in Frankfurt bei der Vorstellung des ISfA. Zahlreiche Institute hätten bereits nach dem System gefragt.

Der Vorteil des ISfA gegenüber bisher verwendeten Systemen sei, dass die Messung nicht beschränkt sei auf Gewinnschätzungen und Kursverläufe. In ISfA könne unter anderem das Mandat eines Analysten berücksichtigt werden, also beispielsweise das von ihm untersuchte Aktienuniversum bzw. die Benchmark gegenüber der er seine Empfehlungen ausspricht.

Die Empfehlungen des Analysten würden in dem System umgewandelt in Käufe und Verkäufe. Das Ergebnis der aktiven Anlagestrategie des Analysten könne dann verglichen werden mit einer rein passiven Strategie, die aus dem Halten der Benchmark bzw. eines Geldbestandes bestehe.

„Es geht uns darum, die Finanzanalyse auf eine höhere Ebene zu stellen“, sagte Frank. Anleger und Öffentlichkeit erhielten so Einblicke, welche Analyseabteilungen Wert vermehrten oder vernichteten. Diese gesteigerte Transparenz solle helfen, das Vertrauen in die Finanzmärkte zu festigen. Die Institute könnten das System entweder für ein internes Controlling nutzen, oder nach einer entsprechenden Zertifizierung ihres Research auch für Marketingzwecke verwenden. Die DVFA werde die Ergebnisse der ISfA-Rankings im Rahmen von Studien und in Absprache mit den Banken publizieren. Eine Liste der "Top Ten" oder "Flop Ten" sei aber nicht geplant.

Die DVFA übernehme dabei im Rahmen einer Vertriebsvereinbarung für die Information System for Analyst AG die Kontaktanbahnung in Deutschland. Eine Einsteigerlizenz für bis zu drei Terminals koste rund 20 000 Euro pro Jahr. Für eine höhere Anzahl von Terminals sinke der Stückpreis, sagte Frank.

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