Einzig die Nestlé kommt bei den meisten Analysten noch gut weg
Nahrungsmittel-Multis bieten derzeit kaum Kurschancen

Als „langweilig“ charakterisieren derzeit viele Analysten die Aktien der multinationalen Nahrungsmittelhersteller. Die Papiere von Nestlé, Unilever und Danone Group reizen im Augenblick kaum einen Anleger zum Kauf. Keinem von Dreien traut man derzeit in Analystenkreisen kräftige Kurssteigerungen zu. Auch von der Weltmesse Anuga in Köln, die am Samstag gestartet ist, werden keine Impulse erwartet: Glänzt das Trio der Nahrungsmittelmultis doch durch Abwesenheit.

DÜSSELDORF. Der niederländisch-britische Konsumgüterhersteller Unilever hat seine Restrukturierungen weitgehend abgeschlossen und sein Markenportfolio erheblich gestrafft. Mit einem Umsatzplus von vier Prozent bei den Spitzenmarken will Konzernchef Antony Burgmans das Geschäftsjahr 2003 beenden. Die führenden Unilever-Marken, unter ihnen Knorr, Bertolli, Omo oder Rexona, tragen inzwischen mehr als 90 Prozent zu den Erträgen bei. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Gesamtumsatz allerdings um drei Prozent auf rund 23,5 Mrd. Euro. Dies ist zum einen auf die konsequente Durchforstung des Markenportfolios im Zuge des Restrukturierungsprogramms „Path to growth“ zurückzuführen. Der Rest geht auf das Konto negativer Währungseffekte.

Zuletzt kündigte Unilever den Verkauf der nordamerikanischen Mundpflegemarken (Mentadent, Pepsodent) an. Käufer Church & Dwight soll mindestens 104 Millionen Dollar in bar zahlen. Der Abschluss der Transaktion soll noch im vierten Quartal erfolgen.

Insgesamt will Unilever 2003 den bereinigten Gewinn je Aktie um etwa zehn Prozent steigern. „Wenig spektakulär“, urteilen Analysten und schließen sich mehrheitlich dem Urteil „neutral“ von Rolf Weigel vom Bankhaus Reuschel an.

Der französische Nahrungsmittelkonzern Danone hat im ersten Halbjahr 2003 besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der Halbjahresumsatz fiel um mehr als sieben Prozent auf 6,62 Mrd. Euro. Dafür waren aber vor allem negative Währungseffekte verantwortlich: Der schwache Dollar verwässerte den Konzernumsatz um 8,2 Prozent. Dagegen stiegen die bereinigten Umsätze der Milchsparte (Actimel, Gervais) um fast zehn Prozent und bei den Getränken (Volvic, Evian) legten die Franzosen um 8,8 Prozent zu. Lediglich die Geschäfte der Gebäcksparte stagnierten.

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