Elektronik-Riesen
Apple stößt Exxon Mobil vom Börsen-Thron

Apple ist derzeit nicht zu stoppen - auch an der Börse. Der Elektronik-Riese ist jetzt das wertvollste Unternehmen der Welt. Der Konzern zog am Ölmulti Exxon Mobil vorbei.
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New YorkDas Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Apple und dem Ölriesen Exxon Mobil um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt ist entschieden. Am Mittwoch schob sich Apple mit einem Abstand von mehreren Milliarden Dollar wieder an die Spitze. Am Vortag war der iPhone- und iPad-Hersteller bereits erstmals auf den ersten Rang beim Börsenwert vorgerückt, wenn auch nur für kurze Zeit.

Marktexperten rechneten aber damit, dass für die Apple-Aktie auf Dauer noch reichlich Luft nach oben ist, während das Exxon-Papier oft mit Konjunktur-Erwartungen und dem Ölpreis mitschwingt. Schon zur Schlussglocke am Dienstag war der Abstand sehr dünn, doch jetzt ist der Abstand eindeutig: Die Aktien von Exxon Mobil verloren an der Wall Street 4,4 Prozent und schlossen bei 68,03 Dollar, was dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 331 Milliarden Dollar einbrachte. Die Apple-Aktie ging lediglich um 2,8 Prozent zurück auf 363,69 Dollar, der Hersteller von iPhones und iPads kam damit auf eine Marktkapitalisierung von 337 Milliarden Dollar.

Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino die damalige Nummer zwei Microsoft überholt. Für den Elektronik-Konzern ist der Titel des wertvollsten Unternehmens die Krönung einer beeindruckenden Wiedergeburt unter der Führung von Mitgründer Steve Jobs.

Als der einst geschasste Jobs 1997 zu Apple zurückkam, steuerte das Unternehmen gerade auf eine Pleite zu. Mit dem Computer iMac gelang es dem neuen Konzernchef, den Fall aufzuhalten. Mit dem 2001 vorgestellten und zunächst unterschätzten Musikplayer iPod eroberte Apple das Musikgeschäft. Das 2007 gestartete iPhone krempelte die Mobilfunk-Branche um. Mit dem iPad dominiert Apple seit vergangenem Jahr den neuen Markt der Tablet-Computer und macht anderen PC-Herstellern zu schaffen. Den Erzrivalen Microsoft überholte Apple beim Börsenwert bereits im vergangenen Jahr.

Ähnlich imposant entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Apple-Aktie. Vor zehn Jahren kostete das Papier weniger als zehn Dollar. Die 100-Dollar-Marke knackte Apple erst im Frühjahr 2007, wenige Wochen vor dem Start des iPhone. Im Sommer war sie dann bereits fast 150 Dollar wert und kratzte zum Jahresende an der 200er-Schwelle.

Sorgen um die Gesundheit von Konzernchef Steve Jobs ließen das Papier dann Anfang 2009 wieder unter 100 Dollar fallen. Jobs, der als zentrale treibende Kraft hinter den Apple-Erfolgen gilt, nahm sich eine sechsmonatige Auszeit. Später wurde bekannt, dass er eine Spender-Leber bekam. Das restliche Top-Management unter Jobs' Vertreter Tim Cook konnte jedoch die Anleger überzeugen - und inzwischen steigt die Aktie auch, während der 56-jährige Jobs gerade wieder offiziell eine Pause wegen Gesundheitsproblemen macht.

Im Juli ging es hinauf bis auf fast 400 Dollar, bevor der Kurs im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten etwas absackte. Am Dienstag rückte die Aktie um knapp sechs Prozent auf 374,01 Dollar vor Exxon Mobil wurde hingegen stärker in den Strudel der weltweiten Konjunktursorgen gezogen, die Aktie schwingt oft mit dem Ölpreis mit. Im Frühjahr noch stieg das Papier zeitweise bis auf knapp 88 Dollar. In den vergangenen Wochen fiel es deutlich.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist endlich mal ein Unternehmen, dem wir alle den Erfolg gönnen, weil sie für uns extrem viele gute Produkte und Dienstleistungen anbieten, die mal richtig nützlich sind und nicht die Umwelt kaputt machen. Toll! Weiter so!

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