Emission soll 560 Millionen Euro einbringen
Satellitenaktie Inmarsat strebt an die Börse

Der britische Satellitenbetreiber Inmarsat plc plant den Sprung aufs Börsenparkett. Der Gang an den Kapitalmarkt soll 690 Mill. Dollar (560 Mill. Euro) in die Kassen des Unternehmens spülen, die das Management zum Abbau der Schulden verwenden will.

Bloomberg NEW YORK/LONDON. Wie gestern bekannt wurde, werden die Aktien in einer Preisspanne von 215 bis 245 Pence angeboten. Damit kommt das Unternehmen auf eine Bewertung von 1,09 Mrd. Pfund (1,61 Mrd. Euro), wenn dafür der mittlere Wert der Spanne von 230 Pence zugrunde gelegt wird. Die Aufnahme der Kursnotiz erfolgt an der London Stock Exchange.

Weitere Details wie etwa der Börseneinführungspreis und die Zuteilungsquote werden voraussichtlich nicht vor dem 17. Juni bekannt geben, teilte Inmarsat mit. Der erste Tag, an dem die Anteile an der Börse London gehandelt werden, solle um den 22. Juni herum liegen. Als Konsortialführer des Börsengangs fungieren JPMorgan Cazenove, Lehman Brothers, Merrill Lynch International und Morgan Stanley.

Inmarsat gehört seit Dezember 2003 den Buyoutgesellschaften Apax Partners Worldwide und Permira Advisers. Die derzeitigen Aktionären haben nicht vor, über das IPO Aktien abzugeben, erklärte Inmarsat. Die Gesellschaft hatte 2001 schon einmal ein Börsendebüt angepeilt, diesen Plan dann aber fallen gelassen.

Unter Anrechnung der Mittel aus dem Börsengang, werde die Verschuldung des Unternehmens nach der Transaktion noch 850 Mill. bis 900 Mill. Dollar ausmachen, erklärte Finanzvorstand Rick Medlock.

Angaben des Managements zufolge, will Inmarsat will an der gegenwärtige Strategie festhalten und nach dem Börsengang nicht in neue Bereiche expandieren. Das Unternehmen ist auf mobile Satellitendienste für Unternehmen, beispielsweise Schiffsbetreiber und Flugzeugbesitzer und andere kommerzielle Anwender spezialisiert. Auch die US-Marine nutzt Inmarsat. Derartige Dienste werden häufig von anderen Satellitentreibern nicht abgedeckt.

„Unser Kerngeschäft wächst und wächst – und zwar robust“, sagte Andrew Sukawaty, der Vorsitzende und Vorstandsvorsitzende von Inmarsat in einer Telefonkonferenz. „Hier handelt es sich nicht um Serviceleistungen für Privatkunden, sondern um ein Angebot für Unternehmenskunden.“

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