Emissionen
In den USA peilen kleine Firmen Börsengang an

Zweite Welle bei Emissionen in den USA: Noch im Sommer schafften es nur bekannte Namen aufs Parkett. Im Windschatten der Großplatzierungen haben jetzt auch kleinere Firmen die Chance für eine Emission. Viele wollen mit den Einnahmen Kredite zurückführen. Welche Unternehmen nun einen Börsengang anstreben.
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NEW YORK. In den USA nimmt das Geschäft mit Börsengängen weiter Fahrt auf. Kleinere Firmen drängen nun auf das Parkett. Im Sommer, als sich die Kapitalmärkte langsam von der Finanzkrise zu erholen begannen, hatten fast ausschließlich Börsengänge (IPOs) mit einem Milliardenvolumen die Szene bestimmt.

"Zu Anfang wollten die Investoren nur bekannte Namen wie etwa den Nahrungsmittelkonzern Dole Food. Firmen, die eine gewisse Sicherheit bieten", sagte Jackie Kelley, IPO-Expertin bei Ernst & Young. Durch die Erholung der Aktienmärkte sei die Risikobereitschaft der Anleger aber gestiegen, so dass sich das Fenster nun auch für kleinere Firmen öffne. Dies gebe dem Geschäft mit Börsengängen insgesamt mehr Stabilität.

Zunehmend nutzen also kleine Firmen den Windschatten der erfolgreichen Großplatzierungen. Die Restaurantkette Rue21 beispielsweise erlöste am Freitag 128 Millionen Dollar. Die zu 19 Dollar am oberen Ende der Bewertungsspanne ausgegebene Aktie legte schon am ersten Tag um 30 Prozent zu. Das zeige, dass der Risikoappetit der Anleger wieder gestiegen sei, sagten Händler.

Bislang haben in diesem Jahr in den USA 51 Firmen rund 23,7 Milliarden Dollar an Eigenkapital eingesammelt. Zum gleichem Zeitpunkt im Vorjahr waren es 50 Firmen mit knapp 31 Milliarden Dollar. Damit hängt das IPO-Geschäft also noch hinter der Zeit vor dem Lehman-Kollaps zurück. 2007 hatten 247 Firmen in den ersten elf Monaten fast 56 Mrd. Dollar eingesammelt.

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