Emissionserlös fließt in Einzelhandelsobjekte
GWB Immobilien bietet Aktien zu 12,50 bis 17,50 Euro an

Die GWB Immobilien AG will mit den Einnahmen aus ihrem für Anfang Oktober geplanten Börsengang ein Portfolio mit Einzelhandelsimmobilien aufbauen. Darin sollen Immobilien enthalten sein, die Entwicklungspotenzial versprechen, sagte GWB-Chef Norbert Herrmann am Donnerstag in Frankfurt.

Reuters FRANKFURT. Das Portfolio-Volumen bezifferte der Manager in einem ersten Schritt auf 170 Mill. Euro. Der 1992 gegründete Börsenkandidat mit Sitz in Siek bei Hamburg hat sich auf Bau, Vermietung, Verwaltung und Verkauf von Einkaufszentren und Fachmärkten in Städten mit bis zu 50 000 Einwohnern spezialisiert. „Wir beginnen mit dem Bau eines Objekts erst, wenn wir 70 Prozent der Fläche bereits vermietet haben“, sagte Herrmann, der unter anderem C&A, Tchibo und Aldi zu seinen Kunden zählt. Das Investitionsvolumen der Einzelhandelsobjekte liegt Herrmann zufolge zwischen acht und 15 Millionen Euro. Im Rahmen des für den 4. Oktober geplanten Börsengangs in den stark regulierten Prime Standard will GWB bis zu 35 Mill. Euro erlösen. Bis zum 29. September würden insgesamt bis zu zwei Millionen Aktien zum Kauf angeboten. Die Preisspanne erstreckt sich von 12,50 bis 17,50 Euro und liegt damit deutlich unter dem von dem Finanzanalysehaus Independent Research errechneten fairen Wert von 22,66 Euro pro Aktie. Andreas Beyer, Vorstand der VEM Aktienbank, die den Börsengang federführend begleitet, begründete den hohen Abschlag mit den jüngsten Kursschwankungen bei Aktien von Immobilienhändlern wie Vivacon. Der Kurs der jüngst vom MDax in den Kleinwerteindex SDax abgestiegenen Kölner Immobilienfirma hat sich seit Mitte Mai mehr als halbiert.

Für das Geschäftsjahr 2006 stellt Herrmann bei einem Umsatzanstieg auf rund 45 (2005: 13,8) Mill. Euro einen operativen Gewinn von 4,7 (1,6) Mill. Euro in Aussicht. Zudem sollten die Aktionäre künftig 20 bis 30 Prozent des Jahresüberschusses als Dividende erhalten. Nach dem Börsengang beläuft sich der Streubesitz auf bis zu 41,7 Prozent.

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