Emissionsvolumen soll bis zu 300 Millionen Euro betragen
Q-Cells macht Tempo beim Börsengang

Der ostdeutsche Hersteller von Solarzellen, die Q-Cells AG, strebt schon Anfang Oktober an die Börse. Erwartet worden war das IPO Ende 2005 oder erst im Jahr 2006.

HB BERLIN. Unter Konsortialführerschaft der Citigroup strebt das 1999 gegründete Unternehmen eine Notierung in Frankfurt im Prime Standard an, dem höchsten Segment der Deutschen Börse. Q-Cells wäre damit nach dem Biotech-Unternehmen Paion, dem Bezahlsender Premiere, der Solar-Gesellschaft Conergy und dem Flugzeug-Zulieferer MTU Aero Engines der fünfte Börsengang (IPO) im Prime Standard in diesem Jahr.

Das Management um Vorstandschef Anton Milner will den aktuellen Boom um Solarwerte nutzen und hofft darauf, eine ähnlich atemberaubende Entwicklung wie Solarworld hinzubekommen. Die im TecDax gelistete Aktie war mit einem Zuwachs von über 500 Prozent die erfolgreichste Aktie des Prime-Segments im vergangenen Jahr und konnte diesen Titel im ersten Halbjahr 2005 mit einem Plus von 150 Prozent sogar verteidigen.

Dass es der Branche gut geht, belegt auch die Tatsache, dass weitere Solar-Firmen einen Börsengang erwägen. Genannt werden Namen wie Sunline, Solarwatt, Centrosolar oder Ersol, glaubt man den einschlägigen „Watchlists“ der IPO-Branche.

Der Optimismus kommt nicht von ungefähr. Analysten wie Christian Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz gehen für die Branche von jährlich zweistelligen Wachstumsraten aus. Allerdings verweisen Experten darauf, dass die derzeitige politische Förderung auch Risiken birgt. Mit dem Energieeinspeisungsgesetz (EEG) hat die rot-grüne Bundesregierung die Herstellung erneuerbarer Energien subventioniert. Niemand kann sicher sein, dass diese Förderung von einer neuen Bundesregierung aufrechterhalten wird. „Es ist damit zu rechnen, dass es zu Abstrichen kommt“, gibt Schindler zu bedenken. Für 2007 ist eine Überprüfung des EEG vorgesehen.

Q-Cells-Finanzvorstand Hartmut Schüning rechnet zwar nicht mit Kürzungen der Förderung. Doch selbst wenn es zu Streichungen kommt, sieht er keine Risiken. „Bis 2008 wollen wir unseren Exportanteil um 20 Punkte auf 50 Prozent erhöhen. Damit sind wir weniger abhängig vom inländischen Markt.“ Vorstandschef Anton Milner verweist ergänzend auf jüngste Förderprogramme für die Solartechnologie beispielsweise in Südkorea. Auch Länder wie China oder Thailand fördern den Einsatz.

Seite 1:

Q-Cells macht Tempo beim Börsengang

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%