Ende des Preisaufschwungs
Silber-Rally gerät ins Stocken

Dem beeindruckenden Preisaufschwung am Silbermarkt ist die Puste ausgegangen. Nachdem der Kurs des Edelmetalls in der ersten Mai-Hälfte bei 15,17 Dollar je Feinunze ein 25-Jahreshoch erreichte, fiel er innerhalb weniger Wochen bis unter zehn Dollar zurück. Mit einer Fortsetzung des Preisaufschwungs rechnen nur noch die wenigsten.

FRANKFURT. Zwar hat sich der Silberpreis seither auf Kurse um zwölf Dollar etwas erholt. Analysten großer Finanzhäuser trauen dem preiswertesten aller Edelmetalle derzeit aber keinen erneuten Anstieg in den Bereich von 15 Dollar zu. „Die Preisentwicklung wird aller Voraussicht nach sehr volatil verlaufen“, sagt Rhona O’Connell vom Researchhaus GFMS Analytics in London. Die durchschnittlichen Prognosen von Rohstoff-Analysten 20 führender internationaler Finanzhäuser liegen für das laufende Jahr bei 11,30 Dollar je Feinunze. Für das Jahr 2007 trauen die Experten dem Silberpreis dann eine Fortsetzung des Aufschwungs zu. Dann erwarten die Fachleute, dass Silber im Jahresdurchschnitt wieder über die Marke von zwölf Dollar je Feinunze steigen wird.

Die Entwicklung des Silberpreises in den vergangenen zwei Jahren (in US-Dollar)


Nach Berechnungen des World Silver Institute in Washington kostete Silber im Jahr 2005 im Jahresdurchschnitt 7,32 Dollar je Feinunze. Bis zum höchsten Jahresdurchschnitt der Geschichte – nämlich dem Mittelwert von 20,66 Dollar je Feinunze aus dem Jahr 1980 - hat Silber indes noch einen weiten Weg zurückzulegen.

Bemerkenswert sind die jüngsten Prognosen der Fachleute vor allem, weil inzwischen doch immer mehr Analysten an einen längeren Haussezyklus der Edelmetallmärkte glauben. Bisher waren zahlreiche Fachleute davon ausgegangen, dass zum Beispiel die Silber-Hausse einen nur kurzen Atem haben werde und die Preise schon bald wieder stärker zurückfallen dürften. Noch zu Beginn dieses Jahres war mehr als die Hälfte der befragten Analysten davon ausgegangen, dass der Aufschwung der Silberpreise im Jahr 2006 zu Ende gehen werde. Jetzt erwarten nur noch etwa 30 Prozent der Experten den Silbergipfel im laufenden Jahr.

Zu den Optimisten zählen die Experten von Macquarie Research in London. „Wir liegen mit unseren Schätzungen deutlich über dem Konsensus“, sagt Analyst Michael Widmer. Die australische Bank erwartet für Silber im Jahr 2006 einen Mittelwert von 15,20 Dollar je Feinunze und für 2007 sogar von 18,30 Dollar.

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