Entscheidende Impulse von konjunktureller Seite zu erwarten
Dax hat das Gröbste überstanden

Der Deutsche Aktienindex (Dax) dürfte sich nach Einschätzung von Aktienexperten in der kommenden Woche weiter von seinen durch die Anschläge in Madrid ausgelösten deutlichen Kursverlusten der vergangenen Wochen erholen. Bereits seit Donnerstag hat der deutsche Leitindex einen Teil seiner jüngsten massiven Einbußen wieder wettgemacht.

HB FRANKFURT. „Das Schlimmste liegt wohl hinter uns“, beschreibt ein Händler die derzeitige Lage am deutschen Aktienmarkt. Nach einem Kursturz von rund 500 Punkten seit den Jahreshochs sollte sich die Lage mit der kräftigen Gegenbewegung, die am Donnerstag stattfand, beruhigen. „Wir haben im Bereich der 200-Tage-Linie wohl die Tiefs gesehen“, gibt sich der Händler zuversichtlich. Die Korrektur sei zwar recht heftig gewesen, doch relativiere sich die Lage vor dem Hintergrund des Kursanstiegs seit einem Jahr. Annähernd 2 000 Punkte Zuwachs seit dem Tief seien ein gewaltiger Schritt gewesen, der eine kräftige Gegenbewegungen notwendig gemacht habe. Die Anschläge in Madrid seien so gesehen nur der Anlass, nicht aber die Ursache der längst überfälligen Korrektur gewesen.

„Der Dax hat den Boden offenbar gefunden und ich bin guter Hoffnung, dass die Trendwende kommt“, sagt auch Frank Schallenberger, Aktienstratege bei der Landesbank Baden-Württemberg. Allerdings könnten weitere Anschläge wieder für deutlichen Druck auf die Märkte sorgen. Aktienstratege Stefan Mitropoulos von der Bankgesellschaft Berlin glaubt nach den Anschlägen von Madrid mittlerweile eine Normalisierung am Markt ausgemacht zu haben. „Das zeigt sich daran, dass sich die Aktien von Lufthansa und Tui wieder recht ordentlich erholt haben und dass positive Unternehmensmeldungen wie von Metro von den Anlegern honoriert werden“, ergänzte er.

Andere Händler geben sich da noch etwas vorsichtiger. Es sei zu früh, schon wieder auf stark steigende Kurse zu setzen. „Der Markt muss sich erst einmal auspendeln“, sagte ein Händler. Auch vor dem Hintergrund des enttäuschend ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex sei das Potenzial nach oben hin begrenzt. „Mehr als 3 900 bis 3 920 Punkte sind in der kommenden Woche nicht drin“, prognostiziert ein Teilnehmer. Zudem drohten in Israel Racheakte der Hamas, die sich bisher auffallend zurückgehalten habe, was auf die Vorbereitung eines größeren Schlags hindeuten könnte.

Nach Einschätzung der Aktienstrategen der Commerzbank ist das Abwärtsrisiko bei dem gegenwärtigen Kursniveau begrenzt. Aktien seien nach den Kursverlusten nun attraktiver als noch vor einigen Monaten, schreiben die Commerzbank-Experten in einer Studie.

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