Aktien
Eon gut behauptet - Bayern dementiert Platzierung

Eon-Aktien haben im Nachmittagshandel am Mittwoch deutlich zugelegt. Die Papiere stabilisierten sich bereits wieder in der Gewinnzone, nachdem sich herauskristallisiert hatte, dass Gerüchte über eine Aktienplatzierung falsch waren. Das offizielle Dementi kam am Mittag.

dpa-afx FRANKFURT. Eon-Aktien haben im Nachmittagshandel am Mittwoch deutlich zugelegt. Die Papiere stabilisierten sich bereits wieder in der Gewinnzone, nachdem sich herauskristallisiert hatte, dass Gerüchte über eine Aktienplatzierung falsch waren. Das offizielle Dementi kam am Mittag.

Eon stiegen bis 13.00 Uhr um 0,90 Prozent auf 71,00 Euro und erreichten damit wieder fast ihr bisheriges Tageshoch, das vor den Gerüchten markiert worden war. Diese hatten das Papier am Vormittag zeitweise ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex Dax gewann 0,59 Prozent auf 4 487,02 Punkte.

Das Bayerische Finanzministerium hatte Gerüchte über die Platzierung von 3,4 Mill. Aktien des Energiekonzerns dementiert. "Diese Meldungen sind falsch", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. Allgemein gelte wie bisher: Der Freistaat Bayern müsse nicht zwingend an einem Energiekonzern beteiligt sein; ein Verkauf richte sich nach Börsenkurs und Rahmenbedingungen.

Zuvor hatten Gerüchte die Runde gemacht, Bayern habe seine Beteiligung an dem Versorger gesenkt. Der Freistaat kontrolliert nach letzten Angaben 4,86 Prozent des Energiekonzerns und ist damit der größte Einzelaktionär.

Das Papier hatte bereits vor der angeblichen Aktienplatzierung fest notiert. Der Energieversorger strebt laut einem Pressebericht den Einstieg in das Gasgeschäft im Iran an. Damit wolle der Konzern unabhängiger von Lieferungen aus Russland werden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Das wäre ein erster Schritt zu mehr Unabhängigkeit von Russland und wird vom Markt entsprechend honoriert", sagte ein Händler.

Ein Börsianer verwies zudem auf Presseberichte, wonach der Energiekonzern kurz vor dem Verkauf der Industriesparte seiner Essener Tochter Ruhrgas steht. Nach Informationen der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (NRZ/Mittwoch) will Eon noch in dieser Woche einen Abschluss über die Veräußerung der Ruhrgas Industries erzielen. Der Konzern verhandele noch mit zwei von ursprünglich fünf Bietern. Der Kaufpreis soll zwischen 800 Mill. und einer Milliarde Euro betragen. Ruhrgas Industries stehe schon seit dem vergangenen Jahr auf der Verkaufsliste.

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