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Eon gut behauptet - Händler: Bayern platziert Aktienpaket

Die Aktien von Eon haben sich im Vormittagshandel am Mittwoch im Zuge von Gerüchten um eine Aktienplatzierung nur noch gut behaupten können. Die Titel stiegen bis 11.00 Uhr um 0,10 Prozent auf 70,44 Euro; zuvor waren sie kurz in Minus zurückgefallen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien von Eon haben sich im Vormittagshandel am Mittwoch im Zuge von Gerüchten um eine Aktienplatzierung nur noch gut behaupten können. Die Titel stiegen bis 11.00 Uhr um 0,10 Prozent auf 70,44 Euro; zuvor waren sie kurz in Minus zurückgefallen. Das Tageshoch lag bei 71,20 Euro. Der deutsche Leitindex Dax gewann in dieser Zeit 0,20 Prozent auf 4 469,69 Punkte.

Mehrere Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach das Bundesland Bayern Eon-Aktien platziert haben soll. Der Freistaat habe seine Beteiligung an dem Versorger gesenkt, hieß es am Markt. Über die Börse seien 3,42 Mill. Anteilsscheine platziert worden. Beim bayerischen Wirtschaftsministerium und bei Eon war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Der Platzierungspreis und die Emissionsbank blieben zunächst unklar. Bayern kontrolliert nach letzten Angaben 4,86 Prozent des Energiekonzerns und war damit der größte Einzelaktionär.

Diese Gerüchte hätten die frühen Gewinne etwas schmelzen lassen, sagten Börsianer. Das Papier hatte vor der angeblichen Aktienplatzierung fest notiert. Der Energieversorger strebt laut einem Pressebericht den Einstieg in das Gasgeschäft im Iran an. Damit wolle der Konzern unabhängiger von Lieferungen aus Russland werden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Das wäre ein erster Schritt zu mehr Unabhängigkeit von Russland und wird vom Markt entsprechend honoriert", sagte ein Händler.

Ein Börsianer verwies zudem auf Presseberichte, wonach der Energiekonzern kurz vor dem Verkauf der Industriesparte seiner Essener Tochter Ruhrgas steht. Nach Informationen der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (NRZ/Mittwoch) will Eon noch in dieser Woche einen Abschluss über die Veräußerung der Ruhrgas Industries erzielen. Der Konzern verhandele noch mit zwei von ursprünglich fünf Bietern. Der Kaufpreis soll zwischen 800 Mill. und einer Milliarde Euro betragen. Ruhrgas Industries stehe schon seit dem vergangenen Jahr auf der Verkaufsliste.

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