Aktien
Eon trotz guter Nachrichten gegen den Trend etwas schwächer

Die Eon-Aktie hat am Donnerstag trotz erfreulicher Nachrichten gegen den Trend im Markt nachgegeben. Analysten sahen in den Kursverlusten des Versorgers in erster Linie Gewinnmitnahmen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Eon-Aktie hat am Donnerstag trotz erfreulicher Nachrichten gegen den Trend im Markt nachgegeben. Analysten sahen in den Kursverlusten des Versorgers in erster Linie Gewinnmitnahmen. Zudem wurde auf das neue Energiewirtschaftsgesetz Enwg verwiesen, das gestern vom Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat gebilligt wurde. Eon-Papiere büßten bis 11.00 Uhr um 0,58 Prozent auf 69,96 Euro ein, während der Dax um 0,52 Prozent auf 4 572,27 Punkte zulegte.

Analyst Christian Götz von der Landesbank Baden-Württemberg sagte: "Ich vermute hinter den Kursverlusten Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie in letzter Zeit deutlich zugelegt hat. Der Preis für die Tochter Ruhrgas Industries war gut." Überraschend sei der Verkauf nicht gewesen. Ruhrgas Industries habe seit ein bis eineinhalb Jahren auf der Verkaufsliste gestanden.

"Der Verkauf der Ruhrgas Industries ist definitiv positiv und lag über den allgemeinen Erwartungen", sagte auch Analyst Markus Turnwald von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Er sieht ebenfalls vor allem Gewinnmitnahmen als Grund für die schwächere Entwicklung der Aktie an diesem Tag. "Hinzu kommt, dass gestern der Vermittlungsausschuss den endgültigen Startschuss für die neue Regulierungsbehörde gegeben hat", sagte er.

Der Vermittlungsausschuss billigte am Mittwoch den Kompromiss zum Energiewirtschaftsgesetz. Das Gesetz soll langfristig für sinkende Strom- und Gaspreise sorgen und Milliardeninvestitionen in den Bau von Kraftwerken und Netzen ermöglichen. Es soll noch in dieser Woche Bundestag und Bundesrat passieren und am 1. Juli in Kraft treten. Mit dem Gesetz wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, die für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt sorgen soll. Unter anderem ist vorgesehen, dass die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (Regtp) künftig als "Bundesnetzagentur" auch die Strom- und Gasnetze reguliert und den Netzbetreibern Höchstpreise vorschreibt.

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