Aktien
Epcos brechen wegen schwacher Auftragslage und Ausblick ein

Epcos-Aktien sind am Donnerstag in Reaktion auf den Quartalsbericht des Herstellers passiver Bauelemente eingebrochen. Bis gegen 13.10 Uhr verloren bei hohen Umsätzen 7,46 Prozent auf 11,16 Euro. Im bisherigen Verlauf schwanken die Titel zwischen 10,99 und 12,03 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Epcos-Aktien sind am Donnerstag in Reaktion auf den Quartalsbericht des Herstellers passiver Bauelemente eingebrochen. Bis gegen 13.10 Uhr verloren bei hohen Umsätzen 7,46 Prozent auf 11,16 Euro. Im bisherigen Verlauf schwanken die Titel zwischen 10,99 und 12,03 Euro. Der Technologieindex TecDax verlor 1,14 Prozent auf 592,14 Punkte.

Händler verwiesen auf die enttäuschende Auftragslage und den entsprechend pessimistischen Ausblick als Belastungsfaktor. "Die Aufträge und damit auch die Perspektiven passen bei Epcos im Moment einfach nicht", sagte ein Händler. Das Verhältnis der Aufträge zu den gebuchten Umsätzen (Book-to-Bill) war mit 0,98 unter die Schwelle von eins gefallen - Investoren hätten hier auf eine Belebung mit einem deutlicheren Anstieg des Auftragsvolumens gehofft. Nach dem Anstieg seit Anfang Juli setzten zudem bereits am Vortag Gewinnmitnahmen ein, hieß es.

Nach Ansicht von Analyst Günther Hollfelder hat sich Epcos in seinem dritten Quartal erwartungsgemäß entwickelt. "Das Geschäftsumfeld bleibt aber schwierig", betonte der Experte von der HVB. Bisher gebe es hier noch keinerlei Anzeichen einer signifikanten und nachhaltigen Erholung. Hollfelder stuft Epcos weiter mit "Neutral" ein und beziffert das Kursziel auf 9,50 Euro.

Der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) zufolge bleiben die Perspektiven für Epcos im restlichen Geschäftsjahr wegen der Unsicherheit der Kunden eingetrübt. "Das dritte Geschäftsquartal verlief hinsichtlich Umsatz- und Vorsteuergewinn etwas besser als erwartet", schrieb Analyst Thomas Hofmann. Wegen des hohen Steueraufwands habe der Hersteller von passiven Bauelementen aber die Markterwartungen deutlich verfehlt. Das Anlageurteil von Hofmann bleibt "Underperformer" mit dem Ziel 10,5 Euro zum Jahresende.

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