Aktien
Epigenomics bleibt in den roten Zahlen

Die Mitte Juli an die Börse strebende Biotechnologiefirma Epigenomics rechnet für das Geschäftsjahr 2004 bei leicht rückläufigem Umsatz mit einem deutlich höheren Verlust als im Vorjahr.

HB FRANKFURT. Auf Grund der breiteren Basis der Kooperationsverträge und damit zusammenhängenden erhöhten operativen Aufwendungen werde 2004 voraussichtlich ein wesentlich höherer Verlust als im Vorjahr anfallen, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Verkaufsprospekt der Gesellschaft. Im ersten Quartal sei bei einem Umsatz von 1,23 Millionen Euro ein Verlust von 3,25 Millionen Euro verbucht worden. Der Kapitalabfluss (negativer Cash Flow) belaufe sich auf rund 6,5 Millionen Euro. Im April und Mai sei insgesamt ein Fehlbetrag von 2,56 Millionen Euro angefallen.

Auch in den kommenden Geschäftsjahren erwartet Epigenomics noch Verluste. 2003 verbuchte die Berliner Biotechfirma bei einem Umsatz von 10,78 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 6,7 Millionen Euro. Epigenomics geht nicht davon aus, vor 2006 Umsatzerlöse aus Produktverkäufen oder Lizenzgebühren zu erzielen. Den Emissionserlös will die 1998 gegründete und inzwischen 145 Mitarbeiter zählende Gesellschaft überwiegend zur Entwicklung eigener Produkte in den Geschäftsbereichen Diagnostics und Pharma-Technology verwenden. Epigenomics ist vor allem in der Entwicklung von Produkten für die Krebsdiagnostik tätig.

Das Unternehmen bietet seine Aktien vom 5. bis 15. Juli in einer Preisspanne von 11,90 bis 14,50 Euro zur Zeichnung an. Insgesamt sei die Ausgabe von rund 4,6 Millionen Aktien - 29 Prozent der Unternehmensanteile - vorgesehen, die aus einer Kapitalerhöhung stammten. Das Emissionsvolumen beliefe sich damit auf 55 bis 67 Millionen Euro. Bei großer Nachfrage stehe zudem eine Mehrzuteilungsoption von 693.277 Aktien zur Verfügung. Die Erstnotiz im Prime Standard solle am 16. Juli erfolgen. Den Gang an den Kapitalmarkt organisiert die US-Investmentbank Morgan Stanley federführend. Dem Konsortium gehören auch Lehman Brothers und die DZ Bank an.

Nach der Postbank, dem Bankautomatenhersteller Wincor Nixdorf und dem Fahrradproduzent MIFA wäre Epigenomics der vierte Börsengang (IPO) in diesem Jahr.

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