Erfolg des Kostensparprogramms entscheidet über künftiges Wachstumstempo
Analysten sehen bei Conti noch Potenzial

Mancher Analyst hatte sich schon daran gewöhnt, dass der hannoversche Reifenhersteller und Autozulieferer Continental die Erwartungen übertrifft. Mit den Quartalszahlen vom vergangenen Mittwoch gelang dies dem Unternehmen aber erstmals seit Jahren nicht.

DÜSSELDORF. Der Kurs der Aktie, der schon durch Gewinnmitnahmen in Mitleidenschaft gezogen worden war, brach daraufhin weiter ein. Einige Wertpapierexperten korrigierten ihr Kursziel – wenn auch nur leicht – nach unten. Andere halten an ihrem bisherigen Ausblick fest. Darüber, dass die Aktie immer noch Potenzial besitzt, sind sich die Analysten jedoch weitgehend einig.

In den vergangenen Jahren hatte Continental Umsatz und Gewinn gesteigert wie nur wenige Unternehmen in Deutschland. Das Erfolgsrezept: die im Branchenvergleich niedrigsten Kosten bei der Reifen- und Bremssystemproduktion. Dementsprechend kletterte der Aktienkurs seit Anfang 2003 nahezu unaufhaltsam. Die Kurssteigerung des Papiers wird sich nach Auffassung von Jürgen Pieper, Analyst beim Bankhaus Metzler, nun aber deutlich verlangsamen. Für die kommenden zwölf Monate rechnet er nur noch mit einem Zuwachs von zehn bis 20 Prozent. In den vergangenen zwei Jahren hatte das Papier jährlich um rund 40 Prozent zugelegt. Langfristig sei so etwas einfach nicht durchzuhalten. Die Einschätzung habe aber weniger mit dem schwachen ersten Quartal zu tun, sagt Pieper.

Vor allem der Bereich Automobilzulieferung (Automotive Systems), der elektronische Bremssysteme und Fahrwerke fertigt, hat Continental zuletzt Probleme bereitet.

Einige Fahrzeughersteller in Europa und den USA mussten offenbar ihre Produktion wegen schwacher Nachfrage drosseln, was sich im März auch bei Continental niederschlug. Zudem stiegen die Rohstoffpreise. „Unter den Umständen kann man das erste Quartal tatsächlich noch als gut bezeichnen“, sagt Analyst Pieper. Trotz schwieriger Lage hatte Continental den Umsatz des Bereichs auf 1,28 Mrd. Euro gesteigert. Im Vorjahresquartal waren es 1,25 Mrd. Euro gewesen. Selbst die Umsatzrendite auf Basis des Gewinnes vor Steuern und Zinsen kletterte von 9,3 auf 9,7 Prozent.

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