Erfolgreicher Börsengang
Anleger heiß auf Cembra Money Bank

Der Börsengang der Schweizer Cembra Money Bank ist ein Erfolg: Die Aktien der ehemaligen General-Electric-Tochter erzielten mit 51 Franken einen Preis am oberen Ende der angepeilten Spanne.
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ZürichIn der Schweiz ist der erste Börsengang in diesem Jahr in trockenen Tüchern: Beim IPO der Cembra Money Bank, dem größten an der Schweizer Börse SIX seit sieben Jahren, griffen die Anleger kräftig zu. Die Aktien der ehemaligen General-Electric-Tochter wurden zu 51 Franken und damit am oberen Ende der angepeilten Preisspanne platziert, wie die Konsumkreditbank am Mittwoch mitteilte. Der US-Mischkonzern erlöst damit 918 Millionen Franken (743 Millionen Euro). Die Emission war mehrfach überzeichnet.

Platziert wurden 18 Millionen Aktien oder 60 Prozent der ehemaligen GE Money Bank. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption kann GE bis 29. November weitere bis zu 2,5 Millionen Aktien abgeben. Der Streubesitz würde damit auf 68,3 Prozent und der Emissionserlös auf 1,05 Milliarden Franken steigen.

Der Erfolg hatte sich abgezeichnet. GE hatte die Titel der Konsumkreditbank Mitte Oktober zu 43 bis 51 Franken angeboten. In der Vorwoche hatte Reuters von zwei Personen erfahren, dass die Emission mehrfach überzeichnet sei und die Banken Investoren mitgeteilt hätten, dass der Platzierungspreis wohl zwischen 48 und 51 Franken je Aktie liegen werde. Zudem sei die Zeichnungsfrist für institutionelle Anleger früher als geplant bereits am Montag beendet worden.

Cembra hebt sich damit deutlich von Ledermann Immobilien ab, deren IPO an der Schweizer Börse kürzlich geplatzt war. Größere internationale Börsengänge liefen dagegen gut.

GE hatte das Schweizer Finanzgeschäft, das Kleinkredite, Fahrzeug-Finanzierungen, Leasing und Kreditkarten umfasst, bereits im Vorjahr zum Verkauf gestellt. Eine Gruppe von Banken, die lange Interesse gezeigt hatte, konnte sich nicht zu einem Kauf durchringen, GE schwenkte auf einen Börsengang um. Der Konzern hat zugesagt, ein Jahr lang keine weiteren Aktien zu verkaufen. Insidern zufolge will sich das Unternehmen danach auch vom Rest trennen.

Cembra hat Kredite über netto vier Milliarden Franken ausstehen und kam im vergangenen Jahr auf einen Gewinn von 133 Millionen Franken. Das Geschäft gilt als vergleichsweise resistent gegenüber Finanzkrisen, da die Kreditausfallraten niedrig und die Ergebnisse stabil sind, es hängt aber stark an der Entwicklung der Schweizer Wirtschaft. Anleger halten vor allem die Dividendenausschüttung für attraktiv, die fünf bis sieben Prozent des Aktienkurses betragen dürfte und damit über anderen Branchenvertretern liegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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