Aktien
Ericsson und Nokia schwach - Sony Ericsson, Samsung, US-Daten

Die Aktien der europäischen Handy-Hersteller haben am Freitag mit Kursverlusten auf die enttäuschenden Zahlen von Sony Ericsson reagiert.

dpa-afx HELSINKI. Die Aktien der europäischen Handy-Hersteller haben am Freitag mit Kursverlusten auf die enttäuschenden Zahlen von Sony Ericsson reagiert. Hingegen schüre die boomenden Handy-Sparte bei Samsung die Sorgen, dass die Südkoreaner auf Kosten der europäischen Konkurrenten weiter wachsen könnten, hieß es am Markt. Auch trübten die schwachen US-Vorgaben die Stimmung für Technologiewerte.

Ericsson-Aktien fielen gegen 12.00 Uhr um 2,87 Prozent auf 20,30 Schwedische Kronen. Der Kurs von Nokia sank um 2,63 Prozent auf 11,48 Euro, während Alcatel-Titel um 2,28 Prozent auf 8,99 Euro nachgaben. Siemens verbilligten sich um 2,39 Prozent auf 60,91 Euro. Zugleich verlor der Stoxx 50 0,87 Prozent auf 2 873,82 Zähler.

Aktienhändler verwiesen übereinstimmend auf schwache Zahlen von Sony Ericsson. "Die enttäuschenden Zahlen und Aussagen von Sony Ericsson drücken europaweit die Aktien der Handy-Hersteller ins Minus", hieß es am Markt. Wegen des verschärften Wettbewerbs verzeichnete das Gemeinschaftsunternehmen von Ericsson und Sony im ersten Quartal trotz eines höheren Absatzes einen Gewinneinbruch. Den Ergebnisrückgang erklärte Sony Ericsson mit einem verschärften Wettbewerbsumfeld.

Hingegen schürt nach Ansicht von Börsianern die boomenden Handy-Sparte bei Samsung die Sorgen, dass die Südkoreaner den europäischen Konkurrenten Marktanteile abjagen werden. So stieg der Absatz nach Angaben von Samsung um 16 Prozent auf 24,5 Mill. Mobiltelefone. Dabei habe vor allem der Export nach Europa angezogen. Der Durchschnittspreis je Handy (ASP) habe sich im ersten Quartal erhöht. "Die Stärke von Samsung könnte eine Bedrohung für die europäischen Konkurrenten wie Nokia sein", sagte ein Händler.

Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co verwies zudem auf die negativen Vorgaben aus den USA. Die US-Börsen hatten den Handel am Donnerstag tief im Minus beendet. Zudem seien die Zahlen von IBM und Sun Microsystems enttäuschend ausgefallen. "Techwerte sind daher heute überhaupt nicht gefragt", sagte ein Händler.

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