Aktien
Ericsson ziehen nach Zahlen kräftig an

Die Aktie des schwedischen Mobilfunkzulieferers Ericsson hat am Freitag mit einem Kurssprung auf die unerwartet hohe Rentabilität im ersten Quartal reagiert. Der Kurs zog bis 11.25 Uhr um 4,33 Prozent auf 21,70 Kronen an.

dpa-afx STOCKHOLM. Die Aktie des schwedischen Mobilfunkzulieferers Ericsson hat am Freitag mit einem Kurssprung auf die unerwartet hohe Rentabilität im ersten Quartal reagiert. Der Kurs zog bis 11.25 Uhr um 4,33 Prozent auf 21,70 Kronen an. Mit 22,20 Kronen waren die Aktien zeitweise so teuer wie seit Anfang Dezember 2004 nicht mehr. Zugleich stieg der Stoxx 50 um 0,69 Prozent auf 2 824,82 Punkte.

Der Gewinn des Unternehmens war auf 6,7 Mrd. Kronen gestiegen und hatte damit die vom Markterwarteten 5,8 Mrd. Kronen im ersten Quartal deutlich übertroffen. Die Gewinnspanne stieg zugleich von 44,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 48,5 Prozent. "Die Bruttomarge ist deutlich besser als die meisten erwartet hatten. Wir haben im vierten Quartal einen Rückgang gesehen, Ericsson hatte zudem angedeutet, 2004 sei es bei der Bruttomarge glücklich gelaufen", sagte Analyst Greg Johansson von Nordea. "Deshalb hat jeder damit gerechnet, dass die Marge dieses Mal etwas niedriger sein werde."

Helaba-Analyst Michael Busse sprach von "ordentlichen Zahlen auf der gesamten Breite". Vor einer Anhebung seiner Zahlen werde er nach Hinweisen suchen, dass Ericsson die Marge dauerhaft hoch halten könne. Mit einem Kursgewinnverhältnis von 16 sei die Aktie bereits teuerer als der Gesamtmarkt. Einen etwas skeptischen Blick warf der Experte auf die Prognose von Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg, der auch in diesem Jahr gute Chancen sieht, den Marktanteil um zwei bis drei Prozent steigern zu können. "Bei den Aufträgen für UMTS-Aufträgen hat Ericsson nicht unbedingt Marktanteile gewonnen. Bei GSM waren die Auftragslage zuletzt etwas besser, aber wichtig ist natürlich die Position bei der Zukunftstechnologie", fügte Busse hinzu.

HVB-Analyst Roland Pitz sah den Aktienkurs hingegen auch in den kommenden Wochen noch von dem soliden Ausblick des Unternehmens profitieren. Das Unternehmen scheine zuversichtlich zu sein, die Marge trotz fallender Ausrüstungspreise durch steigende Absatzzahlen halten zu können.

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