Ermittlungen gegen Manager belasten
MLP-Aktien verlieren kräftig

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP hat am Freitag im Mittagshandel kräftig verloren. Der Kurs gab bis 12.35 Uhr um 3,27 Prozent auf 14,80 Euro nach. Der MDax war zugleich bei 5 328,00 Punkten um 0,27 Prozent im Plus. MLP war der mit Abstand schwächste Wert im MDax.

Mehrere Händler führten die hohen Verluste auf die Bekanntgabe von Ermittlungen der Mannheimer Staatsanwaltschaft zurück. Das Unternehmen selbst nannte die Vorwürfe unrichtiger Bilanzdarstellung unterdessen "unbegründet" und verwies auf einen Gutachter. Dem Kurs half das nicht.

Analyst Olaf Kayser von Landesbank Rheinland-Pfalz wies darauf hin, dass es sich um eine Anklage gegen ehemalige MLP-Spitzenmanager handele, "das sind Personen außerhalb des Unternehmens". Es kämen daher keine neuen Lasten auf das Unternehmen hinzu., fügte er hinzu. Ungeachtet dessen handele es sich "natürlich nicht um gute Nachrichten für das Unternehmen", fügte Kayser hinzu.

Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage gegen den ehemaligen Vorstandschef des Finanzdienstleisters MLP, Bernhard Termühlen, wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation erhoben. Mit zwei weiteren Top-Managern soll der Vorsitzende nach Angaben der Behörde Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2001 bewusst unrichtig dargestellt haben, um die Ertragslage und das Wachstum des Heidelberger Unternehmens in günstigerem Licht erscheinen zu lassen.

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