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Ersol wirbt mit Gewinnsprung für Börsengang

dpa-afx FRANKFURT. Der Börsenkandidat Ersol peilt für dieses Jahr einen Rekordgewinn an. "Wir werden in 2005 ein starkes Gewinnwachstum erwirtschaften können", sagte Finanzvorstand Frank Müllejans am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung der Börsenpläne. Möglich werde dies durch die kürzlich erfolgte Übernahme des Waferproduzenten Asi Industries und durch den Ausbau der Produktionskapazität.

Im vergangenen Jahr schrieb Ersol mit einem Umsatz von knapp 37,7 Mill. Euro einen Gewinn von 1,8 Mill. Euro und kehrte damit in die schwarzen Zahlen zurück. Unter Einbeziehung der kürzlich zugekauften Asi Gmbh kamen die Erfurter in der ersten Jahreshälfte auf einen Umsatz von 33,5 Mill. Euro. Für das kommende Jahr rechnet Müllejans mit einem weiteren Gewinnplus, da die Integration von Asi voll wirksam werden soll. Analysten erwarten einen Überschuss von 17 bis 18 Mill. Euro.

Ersol will noch im September an die Börse gehen und dabei rund 150 Mill. Euro erlösen, die zum Teil an Altaktionäre fließen sollen. Vom heutigen Tage an werde das Management Präsentationen in Deutschland und anderen europäischen Städten abhalten, sagte Vorstandschef Claus Beneking. Ersol will 3,66 Mill. Aktien ausgeben, wovon knapp drei Mill. aus einer Kapitalerhöhung stammen. Mit dem Erlös will die Gesellschaft ihre Produktion ausbauen. Rund 20 Prozent könnten für Zukäufe verwendet werden, sagte Beneking.

Die Preisspanne sowie die Zeichnungsfrist will das Unternehmen frühestens am 26. September bekannt geben. Ein Tag später könnte die Erstnotiz erfolgen. Ersol gilt wie die Q-Cells AG, die ebenfalls auf das Börsenparkett strebt, als möglicher Aufsteiger in den TecDax. Dort sind bereits die Solarfirmen Solarword und Conergy vertreten. Größter Aktionär von Ersol ist der Düsseldorfer Finanzinvestor Ventizz, der mittelfristig an seiner Beteiligung festhalten will.

In den kommenden drei Jahren will Ersol seine Produktionskapazität von 60 auf 110 Megawatt erhöhen. Mit dem Ausbau wollen die Ostdeutschen ihren Anteil am Weltmarkt für Solarzellen von zwei auf fünf Prozent steigern. Laut Beneking ist die Produktion bis 2015 zu festgelegten Preisen an Hersteller von Solarmodulen verkauft. Zum Kundenkreis von Ersol gehören die Modulhersteller Solon und Solarwatt. Die 1997 gegründete Ersol AG beschäftigt 225 Mitarbeiter.

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