Erster Kurs über Emissionspreis
LHS im zweiten Anlauf auf dem Parkett gelandet

Die Aktie des Softwareanbieters LHS hat im zweiten Anlauf das Börsendebüt geschafft und ist am Mittwochmorgen mit einem Kurs von 8,50 Euro in den Handel an der Frankfurt Wertpapierbörse gestartet, wo sie im stark geregelten Prime Standard notiert wird.

HB FRANKFURT. Der erste Kurs verzeichnete damit ein Plus von 6,2 Prozent zum Ausgabepreis von 8 Euro. Im weiteren Handelsverlauf gab die Aktie einen Teil ihrer Zeichnungsgewinne wieder ab, hielt sich aber über dem Emissionspreis.

LHS hatte am Dienstagabend mitgeteilt, seine Aktien erfolgreich platziert zu haben. Insgesamt wurden 5,2 Millionen Anteilsscheine an Investoren ausgegeben, damit betrug das Platzierungsvolumen rund 41,8 Mill. Euro, wie die Firma mitteilte. Der Bruttoemissionserlös aus einer Kapitalerhöhung in Höhe von rund 36,4 Mill. Euro fließe LHS zu.

Der Anbieter für Telekom-Abrechnungssoftware hatte am 20. Oktober seinen Börsengang wenige Stunden vor der geplanten Erstnotiz überraschend mit Hinweis auf das Marktumfeld verschoben ohne nähere Details zu nennen. Die Zeichnungsspanne hatte bei 9 bis 11 Euro gelegen. Das Unternehmen wollte mit dem Börsengang ursprünglich bis zu 80 Millionen Euro erlösen.

Die 1990 gegründete Gesellschaft, die 1997 eines der ersten Unternehmen am inzwischen eingestellten Neuen Markt war, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Nach der Übernahme durch den britischen Konkurrenten Sema für umgerechnet mehrere Mrd. Euro hatte sich LHS im Jahr 2000 von der Börse zurückgezogen. Im Jahr 2004 wurde LHS wieder eigenständig. Die einstigen Besitzer General Atlantic und LHS Beteiligungs GmbH hatten den Software-Anbieter dem Öldienstleister Schlumberger, der Sema in der Zwischenzeit übernommen hatte, abgekauft. Der Anbieter von Abrechnung- und Kundenverwaltungssoftware für Telekomfirmen setzte im ersten Halbjahr 2006 mit 431 Mitarbeitern 29 Mill. Euro um und erzielte eine Nettogewinn von knapp einer Million Euro.

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