Erster Kurs unter Ausgabepreis
Verpatztes Börsendebut für Biotech-Firma Jerini

Die Aktien des Biotechnologie-Unternehmens Jerini sind bei ihrem Börsendebüt am Dienstag unter dem Ausgabepreis in den Handel gestartet.

HB BERLIN. Der erste Kurs lag bei 3,10 Euro. Die Papiere waren zu 3,20 Euro und damit am unteren Ende der Preisspanne von 3,20 bis 3,60 Euro ausgegeben worden. Das Emissionsvolumen beläuft sich bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf 57 Millionen Euro.

Insgesamt würden 15,5 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie weitere 0,6 Millionen Aktien aus der Mehrzuteilungs-Option zugeteilt, hatte das Unternehmen am Dienstag in Berlin bekannt gegeben. Rund 35 Prozent der Aktien sollen in den Streubesitz übergehen.

Die Erlöse aus dem Börsengang will Jerini vor allem für die Vermarktung des Mittels Icatibant einsetzen. Das Produkt ist ein Medikamentenkandidat für die Behandlung der genetischen Erkrankung HAE (hereditäres Angioödems). Bei dieser Krankheit handelt es sich um akute lokale Schwellungen, hauptsächlich im Gesicht, an den Händen, im Magen-Darm-Trakt oder im Kopfbereich, die auch zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen führen können. In den USA und der EU wurde HAE bis heute bei bei etwa 10 000 Patienten diagnostiziert, Schätzungen zufolge liegt die Zahl der Betroffenen jedoch weit höher.

Firmen aus dem Biotechnologiesektor schreiben wegen hoher Forschungs- und Entwicklungskosten meist jahrelang Verluste und konzentrieren sich in der Forschung oft auf die Entwicklung eines Medikaments. Die Analysten der Deutschen Bank erwarten bei Jerini 2009 erstmals einen Gewinn. Die Biopharma-Firma hat sich bislang vor allem über Wagniskapital finanziert.

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