Erstnotiz am 18. November
Börsengang von Praktiker läuft schleppend

Zwei Tage vor Ende der Zeichnungsfrist ist immer noch ungewiss, ob der Börsengang der Heimwerkerkette Praktiker ein Erfolg wird. Die begleitenden Banken berichten zwar inzwischen von einer anziehenden Nachfrage, noch liegen aber nicht genügend Aufträge für die bis zu 34,5 Mill. Aktien vor.

mm FRANKFURT/M. Der Handelskonzern Metro will am 18. November 60 Prozent seiner Heimwerkertochter für bis zu 656 Mill. Euro an die Börse bringen. Vor allem deutsche Großinvestoren hatten die Preisspanne von 16 bis 19 Euro als zu hoch kritisiert und auf eine Senkung spekuliert. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 17. November.

Aus dem Kreis der Konsortialbanken hieß es, die Nachfrage habe in den vergangenen Tagen deutlich angezogen. Nach deutschen Schlüsselinvestoren hätten auch angelsächsische Fonds Orders abgegeben. Da viele Großanleger ihre Aufträge traditionell erst am Ende der Frist abgeben würden, lasse sich aber frühestens am Mittwochabend absehen, ob die Platzierung ohne Abstriche durchgehen werde.

Trotz des eher schleppenden Verlaufs haben einige deutsche Fonds die Hoffnung auf eine Senkung des Ausgabekurses mittlerweile aufgegeben. Die Vermögensverwalter rechnen mit einer Platzierung am unteren Ende der Spanne. Zur Not würden die Banken einen Teil der Praktiker-Anteile in die eigenen Bücher nehmen, vermutet ein Fondsmanager. Am so genannten Graumarkt, wo die Aktien bereits vor dem Börsengang gehandelt werden, stabilisierte sich Praktiker gestern und notierte mit 16,00 bis 16,30 Euro wieder innerhalb der Preisspanne.

Der Börsengang von Praktiker sei zu rund 60 Prozent gezeichnet, hieß es am Dienstag von zwei mit der Transaktion vertrauten Personen. Mittlerweile steige das Interesse ausländischer Investoren an der Transaktion weiter an. Dennoch könne noch nicht abgesehen werden, ob das IPO ohne Abstriche abgeschlossen werden könne, heißt es weiter.

Bereits einen Tag vor der Heimwerkerkette wird der Hamburger Hersteller von Flugzeugmotoren Thielert an die Börse gehen. Finanzkreise berichten von lebhafter Nachfrage nach den Aktien, die in einer Spanne von zwölf bis 14 Euro angeboten werden. Am Graumarkt notierte Thielert mit 14,50 bis 15,00 Euro.

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