Erstnotiz unter Ausgabepreis
Flaues Börsen-Debüt für Bauer

Der Tiefbau-Spezialist Bauer hat am Dienstag ein flaues Börsendebüt erlebt. Zum Auftakt notierten die Aktien bei 16,60 Euro und damit leicht unter dem Ausgabepreis von 16,75 Euro. Am Vormittag legten die Papiere zwischenzeitlich auf 16,80 Euro zu.

HB FRANKFURT/SCHROBENSHAUSEN. Bauer war mit dem Platzierungspreis am unteren Ende der Preisspanne zwischen 16,50 Euro und 21,50 Euro geblieben. Der Vorstandsvorsitzende der Bauer AG (Schrobenhausen), Thomas Bauer, sagte dennoch: „Ich bin sehr zufrieden, dass uns der Börsengang in diesem schwierigen Umfeld gelungen ist“.

Vor Berücksichtigung der Mehrzuteilungsoption seien 8,1 Millionen Aktien platziert worden. Der Erlös belaufe sich damit auf 135 Millionen Euro. Dem Unternehmen fließen brutto 47 Millionen Euro zu. Mit dem Geld will der Konzern vor allem für sein Auslandsgeschäft vorantreiben. Im Bereich Umwelttechnik, für den Bauer bislang vorrangig im deutschsprachigen Raum Produkte und Dienstleistungen bietet, wolle man zunehmend auch im Ausland aktiv werden.

Von den platzierten Aktien stammten rund 2,35 Millionen Papiere aus einer Kapitalerhöhung, rund 0,45 Millionen Aktien aus dem Eigentum von Tochtergesellschaften der Bauer Aktiengesellschaft und rund 5,28 Millionen Aktien von der Deutschen-Bank-Tochter Deutsche Beteiligungs AG (DBAG), die sich im Zuge des Börsengangs komplett aus dem Unternehmen zurückziehen will. Bisher war die DBAG mit etwa 41 Prozent an der Bauer AG beteiligt. Darüber hinaus hat die DBAG der Deutschen Bank eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 808 160 Aktien eingeräumt. Ob diese genutzt werde, werde man in den kommenden Tagen entscheiden, sagte die Unternehmenssprecherin. Bei dem Gang aufs Parkett habe man eine Reihe „hochkarätiger Anleger“ gefunden. Auch mit der Nachfrage sei man sehr zufrieden, nähere Details nannte die Sprecherin allerdings nicht.

Mitglieder der Bauer-Familie verkauften im Rahmen des Börsengangs keine Anteile und halten jetzt mit etwa 48 Prozent knapp die Hälfte des Kapitals. Der Streubesitz belaufe sich unter Einbeziehung der Aktien aus der Mehrzuteilungsoption auf rund 52 Prozent.

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