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EU-Gipfel bringt nicht viel Neues - Anleihe nicht vom Tisch

Der EU-Gipfel hat nach Einschätzung der Commerzbank nicht viel Neues gebracht. Die EU-Staats- und Regierungschefs hätten einen permanenten Rettungsschirm beschlossen, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie des Bankhauses.

dpa-afx FRANKFURT. Der EU-Gipfel hat nach Einschätzung der Commerzbank nicht viel Neues gebracht. Die EU-Staats- und Regierungschefs hätten einen permanenten Rettungsschirm beschlossen, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie des Bankhauses. Sie folgten damit der Empfehlung der Finanzminister der Eurogruppe. Der Rettungsschirm werde 2013 stehen. Eskalisiere die Staatsschuldenkrise nach der Jahreswende trotzdem, wäre eine gemeinsame Anleihe aller Euro-Länder aber schnell wieder auf der Tagesordnung. Gemeinsame Anleihen seien noch nicht vom Tisch.

Der EU-Gipfel habe anerkannt, dass das eigentliche Problem des Euroraums in der starken wirtschaftlichen Divergenz der Euro-Länder liege, heißt es in der Studie. Es sei vor allem die Aufgabe der nationalen Regierungen hier gegenzusteuern. Wie dies konkret geschehen solle, sei aber weiterhin unklar. "Fakt ist, dass die Krisenländer grundlegende Reformen auf den Güter- und Arbeitsmärkten sowie in den Sozialversicherungen durchführen müssen, um wieder Wettbewerbsfähig zu werden und das Wirtschaftswachstum zu stärken", betonte Experte Christoph Weil von der Commerzbank. Einige Länder hätten hiermit bereits begonnen. Doch es werde mehrere Jahre dauern, bis diese Maßnahmen die gewünschte Wirkung voll entfalteten.

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