Aktien
Europäische Airlines wegen Ölpreis schwach - AUA brechen ein

Der wieder anziehende Ölpreis und die überraschende Gewinnwarnung des österreichischen Star Alliance-Mitglieds Austrian Airlines haben am am Montag die Kurse europäischer Fluggesellschaften tief in die Verlustzone gedrückt.

dpa-afx FRANKFURT. Der wieder anziehende Ölpreis und die überraschende Gewinnwarnung des österreichischen Star Alliance-Mitglieds Austrian Airlines haben am am Montag die Kurse europäischer Fluggesellschaften tief in die Verlustzone gedrückt. Die Aktien der Deutschen Lufthansa verloren 1,79 Prozent auf 10,41 Euro, während Air France 1,48 Prozent auf 13,98 Euro nachgaben. Der Kurs von British Airways büßte in London 2,46 Prozent auf 218,25 Pence ein, während in Wien Austrian Airlines um 10,19 Prozent auf 9,70 Euro sackten. Der Eurostoxx 50 gab bis 10.45 Uhr um 1,06 Prozent auf 2 862,49 Punkte nach.

Der in wenigen Tagen um acht Prozent gestiegene Ölpreis und die neue Einschätzung der Wiener Fluggesellschaft belasteten die Branche europaweit, sagte ein Analyst, der nicht namentlich genannt werden wollte. Nach der überraschenden Gewinnwarnung fragten sich die Anleger, "ob man in Fluggesellschaften investiert sein muss".

"Zwei Wochen nach den 9-Monatszahlen und einem bei dieser Gelegenheit bestätigten Ausblick kann ich nicht mit so einer Meldung kommen", begründete er den Sturzflug der AUA-Aktie. Zudem sei die Argumentation von Austrian Airlines "nicht schlüssig", weil der hohe Ölpreis schon seit Wochen bekannt sei. Die Überkapazitäten hätte der Vorstand gleichfalls bereits bei einem Blick auf die Verkehrszahlen für Oktober entdecken können, kritisierte er.

Nachdem der Ölpreis für die Sorte Brent binnen zwei Handelstagen von 40 auf 43 Dollar gestiegen sei, drücke dies auf die Aktien von Lufthansa und Co., sagte Analyst Oliver Caspari vom Düsseldorfer Bankhaus Lampe. Aber auch die Gewinnwarnung und das Streichen von Flügen bei AUA könnte ein belastender Faktor sein. "Diese Gewinnwarnung ist sicher etwas, wo der Markt drauf schaut", sagte ein weiterer deutscher Luftfahrtexperte, der ungenannt bleiben wollte. Die aktuellen Kursentwicklungen seien immer vor dem Hintergrund des steigenden Ölpreises zu sehen.

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines Group hatte unter anderem wegen hoher Kerosinkosten ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr zusammengestrichen. Zudem sollen wegen Überkapazitäten in Europa drei Prozent der in den nächsten drei Monaten geplanten Flüge gestrichen werden.

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