Europäische Aktien
So nervös macht Griechenland Europas Anleger

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Investoren verstärken ihre Absicherungen

Da Aktien aus dem Euro-Raum gerade ihr wahrscheinlich turbulentestes Jahr seit 2011 erleben, verstärken Investoren ihre Absicherungen. So haben die Kosten für Optionen auf den Euro Stoxx 50-Index im Vergleich zu solchen auf den amerikanischen Standard & Poor's 500 im Mai ein Rekordhoch erreicht. Die acht meistgehaltenen Kontrakte dienten allesamt der Absicherung gegen fallende Kurse.

Daniel Weston, Investmentchef bei Aimed Capital GmbH in München, hat trotzdem bei europäischen Aktien weiter aufgestockt und dafür Anleihen reduziert. Er ist optimistisch, dass sich die Wirtschaft weiter erholen und die Inflation anziehen wird: „Ich glaube nicht, dass sie den Euroraum verlassen werden“, sagt Weston, „die Abneigung gegen Bonds in einem Umfeld steigender VPI-Erwartungen in Europa bedeutet, dass Aktien weiter die beste Alternative sein werden.“

Kevin Lilley, Leiter Europäische Aktien bei Old Mutual Global Investors U.K. in London, setzt auf eine anhaltende Volatilität bei Aktien. Jüngste Konjunkturdaten haben enttäuscht, und die Spekulation über den Zeitpunkt der ersten Fed-Zinsanhebung seit 2006 nimmt zu. Nachdem das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank eine Rally von bis zu 21 Prozent beim Stoxx 600 ausgelöst hatte, konnte der Index seinen Allzeitrekord nicht einstellen. Seit Mitte April wechselte er auf Wochensicht zwischen Gewinnen und Verlusten.

„Wir hatten bis Mitte April eine lange Phase positiver Konjunkturüberraschungen in Europa und schnell steigende Märkte“, sagt Lilley, „wenn es in der Berichtssaison zum zweiten Quartal nicht mehr positive Gewinnrevisionen und Ergebnisse gibt, dann erwarte ich über die Sommermonate unruhige Märkte.“

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