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Europäische Chipwerte nach Intel-Zwischenbericht unter Druck

Die europäischen Chipwerte sind nach dem schwachen Intel-Zwischenbericht am Freitag auf breiter Front unter Druck geraten. Nahezu alle Titel der Branche drehten nach dem Börsenstart ins Minus. Aktien des holländischen Spezialmaschinenbauers Asml verloren bis gegen 11.00 Uhr 4,07 % auf 10,38 €, die Papiere des französisch-italienischen Chipherstellers Stmicroelectronics gaben um 2,23 % auf 13,60 € nach. Der Eurostoxx 50 legte gleichzeitig 0,16 % auf 2 715,39 Punkte zu.

dpa-afx FRANKFURT. Die europäischen Chipwerte sind nach dem schwachen Intel-Zwischenbericht am Freitag auf breiter Front unter Druck geraten. Nahezu alle Titel der Branche drehten nach dem Börsenstart ins Minus. Aktien des holländischen Spezialmaschinenbauers Asml verloren bis gegen 11.00 Uhr 4,07 % auf 10,38 €, die Papiere des französisch-italienischen Chipherstellers Stmicroelectronics gaben um 2,23 % auf 13,60 € nach. Der Eurostoxx 50 legte gleichzeitig 0,16 % auf 2 715,39 Punkte zu.

"Der Quartalszwischenbericht von Intel belastet die Aktien", sagte ein Frankfurter Händler. Der weltgrößte Chiphersteller hatte nach US-Börsenschluss seine Prognosen für das laufende Quartal zurückgenommen. Nachbörslich hatte der Intel-Aktienkurs daraufhin fast acht Prozent verloren. Auch Altera hatte sich nachbörslich negativ zur Umsatzentwicklung im dritten Quartal geäußert.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz kündigte an, Halbleiter-Aktien nach dem enttäuschenden Zwischenbericht von Intel genauer unter die Lupe zu nehmen. "Da Intel dank der dominanten Marktstellung eine Signalfunktion zukommt, werden wir unser bisheriges Szenario auch mit Blick auf unsere Kursziele für 12/05 überprüfen", schrieb Analyst Thomas Hofmann in einem Kommentar.

Im Sommer hätten die Chippreise nicht die nötigen Wachstumsimpulse gegeben, schrieb Heino Ruland von der Steubing AG in einem Kommentar am Freitag. Dies habe Intel belastet. Angesichts der unveränderten Wachstumsprognose des Branchenverbands SIA von 28 % für 2004 biete dies Anlegern aber immerhin die Chance, günstig in den Sektor einzusteigen.

"Der Intel-Zwischenbericht zieht den gesamten Chipsektor ins Minus", sagte Reinhard Matuschka von der Bayerischen Landesbank. "Ich sehe es aber noch nicht so dramatisch. Letztlich wird es auf das Weihnachtsgeschäft ankommen." Dennoch habe der Bericht zumindest Zweifel an der Entwicklung der Chipbranche aufkommen lassen. "Die Frage ist, wie es 2005 weitergeht." Die größte Gefahr gehe von Überkapazitäten am Markt und damit fallenden Preisen aus. "Wir gehen noch von einem leichten Zuwachs der Branche im kommenden Jahr aus. Ein Rückgang ist aber nicht mehr auszuschließen", sagte Matuschka.

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