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Europas Pharmawerte meist fester - Eli Lilly und CSFB-Studie

Die meisten europäischen Pharmawerte haben am Freitag gegen den Trend an Wert gewonnen. Aktienhändler verwiesen auf positive Entscheidung für Eli Lilly im Patentstreit um Zyprexa und eine optimistisch stimmende CSFB-Studie.

dpa-afx LONDON/PARIS/ZÜRICH. Die meisten europäischen Pharmawerte haben am Freitag gegen den Trend an Wert gewonnen. Aktienhändler verwiesen auf positive Entscheidung für Eli Lilly im Patentstreit um Zyprexa und eine optimistisch stimmende CSFB-Studie. Die Analysten der Schweizer hatten den europäischen Pharmasektor auf "Overweight" hochgestuft und sich auch zu einigen Einzelwerten geäußert.

In London zogen Astrazeneca-Aktien in einem schwachen Marktumfeld gegen 11.15 Uhr um 1,38 Prozent auf 2 272,00 Pence an. Die CSFB-Experten hatten den Titel auf "Trading Buy" gestuft mit einem Kursziel von nun 2 400 Pence. Glaxosmithkline rückten um 1,36 Prozent auf 1 270,00 Pence vor. Shire Pharma fielen nach anfänglichen Kursgewinnen um 0,64 Prozent auf 622,00 Pence. Die CSFB bekräftigte die "Outperform"-Empfehlung. In Frankfurt rückten Altana-Aktien um 0,32 Prozent auf 52,49 Euro vor. Nach dem positiven Gerichtsurteil um das Zyprexa-Patent von Eli Lilly hob die CSFB die Aktie des Pharma- und Spezialchemiekonzerns von "Underperform" auf "Neutral".

Roche-Aktien gewannen nach zulassungsrelevanten Daten zu dem Krebsmedikament Avastin in einer weiteren Anwendung 2,43 Prozent auf 135,00 Schweizer Franken. Nach Ansicht von Analyst Hernani de Faria von der Zürcher Kantonalbank (ZKB), sind die gemeldeten Daten positiv für Roche. Sie deuteten darauf hin, dass sich für Avastin eine neue zusätzliche Marktchance mit Blockbuster-Potenzial eröffnet. Das Rating bestätigte die Bank mit "Übergewichten".

Sanofi-Aventis hielten sich in Paris mit minus 0,37 Prozent auf 68,20 Euro besser als der schwache französische Markt. Die Analysten setzten den Titel auf "Trading Buy" mit einem neuen Kursziel von 72 Euro. Damit hielten sich die Pharmawerte besser als der europäische Gesamtmarkt. So verlor der Stoxx 50 1,03 Prozent auf 2 868,84 Zähler.

Aktienhändler erklärten die Kursgewinne mit einer positiven Entscheidung für Eli Lilly im Patentstreit um Zyprexa. Der US-Pharmakonzern hat den Patentstreit um sein Schizophrenie-Medikament vor dem US-Bezirksgericht in Indiana gewonnen, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in Indianapolis mit. Damit bleibe das Patent für das wichtigste Medikament des Unternehmens bis 2011 geschützt. Zyprexa steuert 2004 mit 4,42 Mrd. Dollar, zwei Drittel zum Umsatz des Pharmakonzerns bei.

Die CSFB hob ihre Bewertung für den europäischen Pharmasektor von "In-Line" auf "Overweight". Die Analysten verwiesen in einer Studie vom Freitag auf das Urteil zu Gunsten von Eli Lilly.

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