Expansion und Zukäufe geplant
Compugroup will am 4. Mai an die Börse

Das Koblenzer Software-Unternehmen Compugroup plant für den 4. Mai den Gang an die Frankfurter Börse. Dabei fließt der Großteil des angestrebten Nettoemissionserlöses von 285 bis 395 Mill. Euro auf das Konto der Altaktionäre um den Finanzinvestor General Atlantic Partners.

HB FRANKFURT. Das Angebot umfasst insgesamt bis zu 16,5 Mill. Aktien, wie aus dem am Samstag im Internet einsehbaren Emissionsprospekt hervorgeht. Davon stammten bis zu 7,34 Mill. Stück aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest komme aus dem Besitz der Altgesellschafter, die auch die Mehrzuteilungsoption von bis zu 2,16 Mill. Papieren stellten. Die Preisspanne für die zur Emission vorgesehenen Aktien solle kurz vor Beginn der Zeichnungsfrist bekannt gegeben werden. Diese startet frühestens am 30. April und endet spätestens am 3. Mai. Die Notierung im stark regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse ist dann einen Tag später geplant. Ein geringer Anteil der Compugroup-Aktien wird bereits im Freiverkehr der Börsen Stuttgart und Berlin-Bremen gehandelt.

Nach Platzierung aller angebotener Aktien werden die Hauptaktionäre insgesamt rund 66 Prozent an Compugroup halten. Größter Aktionär ist derzeit die Familie von Firmenchef Frank Gotthardt, die rund 55 Prozent der Anteile besitzt. Danach kommt General Atlantic Partners mit rund 37 Prozent.

Mit dem Compugroup aus der Aktienemission zufließenden Kapital will Vorstandschef Gotthardt die weitere Expansion der auf Software für den Gesundheitssektor spezialisierten Firma finanzieren und schließt dabei auch Zukäufe nicht aus. Zudem solle die Verschuldung abgebaut werden. Im vergangenen Jahr steigerte das Softwarehaus, das Ärzte und Kliniken zu seinen Kunden zählt, seinen Umsatz auf 140 Mill. Euro von 116 Millionen. Im operativen Geschäft ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) jedoch auf 38,3 Mill. Euro von 39,8 Mill. Euro zurück. Auch der Nettogewinn sank auf 11,4 Mill. Euro von 15,4 Mill. Euro. Die Aktienemission organisieren die Deutsche Bank und Lehman Brothers federführend.

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