Experte: Gute Chancen für europäische Aktien
Heller sieht Hausse bis 2004

Der Aufwärtstrend an den Börsen wird sich nach Einschätzung des Börsenexperten Gottfried Heller bis ins kommende Jahr fortsetzen.

HB MÜNCHEN. Seit März dieses Jahres ging es „weltweit nahzu ohne Unterbrechungen nach oben“, erklärte Heller, Geschäftsführenden Gesellschafters der Fiduka Depotverwaltung GmbH, am Donnerstag in München. Die Führungsbörse in „Sachen Aufschwung sei dabei die deutsche Börse“, erklärte er. Heller begründete dies mit einer Zunahme des Dax um gut 60 Prozent und des Euro Stoxx um gut 40 Prozent.

Doch das Verhalten der privaten und institutionellen Anleger sei infolge der „traumatischen Erlebnisse“ der vergangenen dreijährigen Baisse von der Sehnsucht nach Sicherheit geprägt. Deshalb parkten sie beträchtliche Finanzmittel immer noch in Geldmarktfonds und Kurzfristanlagen mit sehr niedrigen Zinssätzen. Dies ist nach Ansicht von Heller „falsch“. Für die kommenden Monate sieht er vor allem gute Chancen bei europäischen und insbesondere deutschen Aktientiteln.

Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland zeigt sich Heller ebenfalls optimistisch. Nach der Landtagswahl in Bayern sieht er auch die Möglichkeit für eine konstruktive Politik auf Bundesebene. Die Opposition habe die Chance, den anstehenden Reformen „deutlich ihren Stempel aufzudrücken“. Sollten die Reformen umgesetzt werden, so habe dies nicht nur innerhalb Deutschlands positive Wirkungen wie die Schaffung neuer Arbeitsplätze, sondern führe auch zu einer Neueinschätzung des Standorts im Ausland.

Als nach wir vor größte Wirtschaftslokomotive in der Welt sieht Heller die USA. Dort gebe es derzeit mit niedrigen Zinsen, Steuersenkungen und Defiziten das „wohl größte Konjunkturprogramm der Nachkriegszeit“. Dies werde zu einem „deutlich stärkeren Wachstum, aber auch zu mehr Inflation führen“. Die im Vergleich zu Europa deutlich stärkere Wirtschaftsdynamik in den USA bringe dem Dollar positive Impluse. Dabei halte er die Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro mittlerweile für ausreichend. „Eine Bandbreite von 1,07 bis 1,15 Euro ist für beide Steiten zufrieden stellend“, meinte Heller.

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