Experten erhöhen nach überraschend guten Quartalszahlen ihre Kursziele
Für Analysten ist Yahoo ein klarer Kauf

Das Internetunternehmen Yahoo ist wieder da, wo es im Aktienboom um den Jahrtausendwechsel schon einmal war – ganz oben auf der Hitliste der Börsianer.

DÜSSELDORF. Die Aktie notiert zwar noch weit unter dem einstigen Höchstpreis von 237 US-Dollar. Aber nachdem der Kurs bis Ende 2002 bis auf rund acht Dollar abgestürzt war, hat sie sich fast versiebenfacht. Analysten glauben, dass die Rally weitergeht.

Sie sind optimistisch, weil Yahoo vergangene Woche starke Zahlen für das erste Quartal 2004 vorgelegt hat. „Kaufen“, rät Analyst Mark Mahaney von American Technology Research, „Ein so starkes Wachstum haben wir bei Yahoo lange nicht gesehen.“ „Übergewichten“, empfiehlt Aaron Kessler von der Investmentbank J.P. Morgan. Und für Anthony Noto, Analyst bei Goldman Sachs ist das Papier ein „Outperformer“, wird sich also besser als der Gesamtmarkt entwickeln.

Insgesamt 29 US-Analysten beobachten das kalifornischen Unternehmen. Einen, der nach den ungewöhnlich hohen Kursgewinnen zu Gewinnmitnahmen rät, sucht man vergebens. Dabei bewertet die Börse Yahoo mit einem Unternehmenswert von fast 36 Mrd. Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2004 von fast 100. Damit wird der Anlegerliebling wesentlich teurer bezahlt als beispielsweise der Internethändler Amazon oder die Versteigerungsplattform Ebay. Die Experten sind sich allerdings einig, dass die Wachstumsaussichten den Kurs rechtfertigen.

Von Januar bis März steigerte Yahoo den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 94 Prozent auf 550 Mill. Dollar. Die Analysten hatten im Schnitt nur 501 Mill. vorhergesagt. Auch der Gewinn stieg überraschend stark - um 115 Prozent auf 101 Mill. Dollar oder 14 Cent je Aktie. Hier hatten die Analysten elf Cent erwartet. Der Jubel der Anleger entlud sich nach der Veröffentlichung am vergangenen Mittwoch in einem Kurssprung von 15 Prozent.

Drei wesentliche Trends stützen den Aufschwung. „Yahoo profitiert von der Wiederauferstehung der Werbung im Internet“, nennt Aaron Kessler von J.P.Morgan den ersten. „Positiv ist, dass die Werbepreise anziehen“, fügt Anthony Noto von Goldman Sachs hinzu. Yahoo nimmt mit dem Verkauf von Werbebannern rund 80 Prozent der Gesamtumsätze ein.

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