Experten machen vor allem im europäischen Ausland Übernahmeziele aus: Pharma-Aktien haben außer Fusions-Phantasie wenig zu bieten

Experten machen vor allem im europäischen Ausland Übernahmeziele aus
Pharma-Aktien haben außer Fusions-Phantasie wenig zu bieten

Die Übernahmeschlacht um Aventis und Sanofi-Santhélabo hat den Pharmasektor wieder in den Fokus der Anleger gerückt.

fmk/rad DÜSSELDORF. Einerseits sorgen Gerüchte über ein höheres Gebot von Sanofi für ein gesteigertes Interesse bei Aventis. Daneben gibt es am Markt Spekulationen, dass es im Pharmamarkt zu einer neuen Konsolidierungsrunde kommt.

Eine Übernahme wirkt sich auf den Wert der Aktien erfahrungsgemäß günstig aus, da sich die Anleger Kostenvorteile in dem neuen Unternehmensverbund erhoffen. Mittelfristig wird Aventis deshalb nicht der einzige Übernahmekandidat in der Pharmabranche bleiben, erwarten Analysten. Andrew Baum von Morgan Stanley geht davon aus, dass weitere Fusionen unvermeidlich sind. „Die Branche ist stark zersplittert. Gerade auf den kleineren Spielern lastet hoher Druck, die Kosten zu senken“, sagt der Analyst. Vor allem der Vertrieb könne durch die Zusammenschlüsse billiger werden; eine große Anzahl von Handelsvertretern biete zudem die Möglichkeit, Neuentwicklungen schnell im Markt durchzusetzen.

Als mögliche Interessenten für Fusionen oder Übernahmen gelten neben Sanofi und Aventis vor allem Novartis und Glaxo-Smithkline. „Auch wenn Roche weiter betont, dass es unabhängig bleiben will, wird Novartis sein Interesse sicherlich nicht aufgeben“, erwartet Oliver Schlüter von der DZ Bank. Das nötige Kapital für eine Übernahme habe Novartis, allerdings sei das Unternehmen nicht zur Eile gezwungen, da es weiterhin ein solides organisches Wachstum aufweist.

Anders bewertet Schlüter die Situation bei Aventis, Glaxo und Sanofi: „Diese Unternehmen sind mit relativ reifen Produkten am Markt vertreten und in den kommenden Jahren überproportional von Patentausläufen und Patentrisiken betroffen“. Allein durch neue Präparate, an denen derzeit geforscht werde, ließe sich das drohende Umsatzminus nicht kompensieren.

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