Experten sehen weiteres Potenzial
Postbank legt gutes Börsendebüt hin

Nach zahlreichen Pannen und deutlichen Abstrichen bei den Preisvorstellungen konnte die Deutschen Post ihre Finanztochter Postbach nun letztlich doch erfolgreich an die Börse bringen. Experten sehen sogar noch weiteres Potenzial nach oben.

HB FRANKFURT. Dank des niedrigen Ausgabepreises von 28,50 € je Aktie am unteren Ende der zuvor gesenkten Angebotsspanne konnten sich Anleger am ersten Handelstag über Kursgewinne freuen. Die Aktie der größten deutschen Filialbank schloss am Mittwoch bei sehr hohen Handelsumsätzen mit 28,84 € und lag damit 1,2 % über dem Ausgabepreis von 28,50 €. Mit rund 15 Mill. Papieren wurden fast genau so viele Postbank-Aktien gehandelt wie Titel des Dax-Schwergewichts Deutsche Telekom. „Das macht mich zuversichtlich für die Zukunft“, sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann auf dem Frankfurter Börsenparkett.

Der aktuelle Kurs der Postbank

Analysten und auch Fondsmanager, die den Post-Vorstand in den vergangenen Wochen immer wieder für seine Preisvorstellung kritisiert hatten, räumten der Aktie gute Kurschancen ein. Den größten deutschen Börsengang seit mehr als drei Jahren werteten sie als Erfolg für den Finanzplatz, aber noch nicht als wirklichen Durchbruch für das noch weitgehend brach liegende Geschäft mit Aktien-Neuemissionen.

Der Bonner Logistikkonzern erlöst für die verkauften Aktien rund 1,55 Mrd. €. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang - inklusive einer Umtauschanleihe auf Postbank-Aktien sind es knapp 2,6 Mrd. € - will die Post ihre Schulden reduzieren und die internationale Expansion vorantreiben. Bis Ende 2005 soll die Post zur Nummer Eins der weltweiten Logistik aufsteigen. Die im Deutschen Aktienindex notierte Post-Aktie gewann bis zum Handelsschluss 1,9 % auf 17,37 €.

Post-Chef Klaus Zumwinkel deutete in Frankfurt indirekt an, dass sich der Konzern langfristig von der Mehrheit an der Postbank trennen könnte. „Wir wären schlechte Kaufleute, wenn wir in den nächsten Jahren nicht alle Optionen erwägen würden“, sagte er Journalisten. Später relativierte die Post diese Aussage: Die Post werde auch in Zukunft die Mehrheit von 50 % plus einer Aktie an der Postbank halten.

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