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'Externer Schock' hat charttechnische Marken bestätigt - HVB-Analyst

Aus charttechnischer Sicht wirken die Verluste bei hohem Handelsvolumen im Zuge der Terroranschläge in London für Dax und Eurostoxx 50 laut HVB nicht grundsätzlich negativ.

dpa-afx MÜNCHEN. Aus charttechnischer Sicht wirken die Verluste bei hohem Handelsvolumen im Zuge der Terroranschläge in London für Dax und Eurostoxx 50 laut HVB nicht grundsätzlich negativ. Vielmehr wurden "technische Marken in einem volatilen Umfeld bestätigt", schrieb Chartanalyst Volker Bien in einer am Freitag in München veröffentlichten technischen Analyse. "Der gestrige Tag hat starke Umsätze hervorgebracht. Es ist daher davon auszugehen - so makaber es klingen mag - dass dieser externe Schock eine gewisse technische Bereinigungsfunktion hatte", hieß es darin.

Der Kursbereich zwischen 4 460 und 4 540 Punkten habe am Donnerstag "eine sehr gute Handelbarkeit erfahren", hieß es von Analyst Bien weiter. Die Kurse seien bereits einen Tag später wieder nahezu auf dem Niveau, wo sie vor den Anschlägen in London waren. Auch sei aus psychologischer Sicht die Gefahr einer Stimmungsverschlechterung begrenzt: "Jeder Portfolio-Verantwortliche wird sich am Ende des Jahres dem Diktat der Performance-Verantwortung unterstellen müssen und somit sehr schnell wieder gezwungen sein, zum Tagesgeschäft überzugehen", hieß es in der Studie.

Auch der Blick auf die jüngere Geschichte rechtfertige keinen Pessimismus. "Die Terroranschläge in den letzten Jahren auf Ziele im Westen hatten aus technischer Sicht keinen wesentlichen Einfluss auf die grundsätzlichen Muster", hieß es. Der Angriff auf das WTC am 11. September 2001 erfolgte inmitten einer Jahrhundertbaisse an den globalen Aktienmärkten, die bereits voll in Gang war und in der man mittelfristig bereits in einer klimatischen Bewegung an den unteren Rand eines Trendkanals gefallen war.

"Es gibt technisch keine Anhaltspunkte, dass dies nicht ebenso geschehen wäre ohne die Terroranschläge". Auch die Anschläge in Madrid im März 2004 hätten die Charttechnik nicht nachhaltig verschlechtert.

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