Facebook-Aktie
Glückwunsch, Zuckerberg!

Mark Zuckerberg wird heute 30 Jahre alt. Der Facebook-Gründer hat Grund zum Feiern. Und auch den Aktionären darf man gratulieren. Doch Experten warnen: Die Facebook-Aktie ist völlig überbewertet.
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DüsseldorfMark Zuckerberg wird heute 30 Jahre alt. Das größte Geschenk hat sich der Facebook-Gründer selbst schon vor zwei Jahren gemacht. Der Börsengang des sozialen Netzwerks brachte Zuckerberg gut 26 Milliarden Dollar ein. Damit steht er auf Platz 22 in der Forbes-Liste der Superreichen.

Die Käufer der Facebook-Aktie waren anfangs gar nicht in Partylaune. Die Pannen rund um den Börsengang kosteten viel Vertrauen. „Ich bin die letzte Person, die man fragen sollte, wie man einen reibungslosen Börsengang hinbekommt“, scherzte Zuckerberg später in einem Interview. Doch nach einem schwachen ersten Jahr legte der Aktienkurs schnell zu. Unter dem Strich hat die Aktie bis heute rund 56 Prozent gewonnen, sie kostet knapp 60 Dollar. Auch den Aktionären darf man also heute gratulieren.

Die Kritik an Zuckerberg, dieser habe sich durch den Börsengang nur bereichern wollen, ist leiser geworden. Gerade in jüngster Zeit konnte der berühmteste Kapuzenpulli-Träger der Welt einige beachtliche Erfolge vorweisen: Facebook verbindet inzwischen 1,3 Milliarden Menschen, fast ein Fünftel der Weltbevölkerung.

Mehr Nutzer bedeuten mehr Werbeeinnahmen. Alleine im vergangenen Jahr verdiente Facebook 1,5 Milliarden Dollar. Zuckerberg ist gelungen, was viele Experten bezweifelt hatten: Er hat einen Weg gefunden, Geld mit Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets zu verdienen.

Analysten sind inzwischen geradezu begeistert von Facebook. Das soziale Netzwerk habe die Erwartungen auf allen Ebenen deutlich übertroffen, schrieb Jordan Monahan von Morgan Stanley anlässlich der jüngsten Quartalszahlen. Er empfiehlt die Aktie zum Kauf. Kursziel: 73 Dollar.

Die Deutsche Bank schraubte das Kursziel nach den Zahlen sogar von 76 auf 85 Dollar hoch. Das operative Ergebnis habe um 34 Prozent über den Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Ross Sandler von der Deutschen Bank.

Mit gerade einmal 30 Jahren denkt Zuckerberg weit in die Zukunft: Er will „das Internet für jedermann in der Welt verfügbar machen“, wie er jüngst sagte. Ein System aus Drohnen, Satelliten und Lasern soll Menschen in entlegenen Regionen in Entwicklungsländern an die Informationsgesellschaft anbinden. Dazu rief Zuckerberg die Organisation Internet.org ins Leben. Nicht ganz ohne Hintergedanken: Denn je mehr Menschen ins Internet kommen, desto mehr können sich auch bei Facebook anmelden.

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