Fallstricke: Telefónica expandiert in Europa

Fallstricke
Telefónica expandiert in Europa

Der spanische Telekom-Konzern Telefónica löst sich von seinen angestammten Märkten und expadiert in Europa. Analysten sehen das mit Wohlwollen.

Schulden: Der spanische Konzern Telefónica hat durch den Kauf des britischen Mobilfunkunternehmens O2 seinen Schuldenstand auf 50 Milliarden Euro getrieben. Die bisher hohe Kreditwürdigkeit ist damit gesunken. Jede weitere Investition wird nun von den Ratingagenturen genau analysiert. Eine weitere, kursbelastende Herabstufung ist nicht ausgeschlossen.

Gewinn: Sinkende Anteile am heimischen Mobilfunkgeschäft könnten den Gewinn schmälern. Damit stünde nicht genug Geld zur Verfügung, um den Schuldenstand wie geplant deutlich abzubauen. Auch dies hätte auch eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit zur Folge.

Konkurrenz: Ab sofort dürfen auf dem spanischen Mobilfunkmarkt Anbieter ohne eigenes Netz operieren, was langfristig die Preise nach unten treiben und damit die Margen verringern wird.

Auslandsgeschäft: Der Partner Portugal Telecom (PT) kämpft gegen die feindliche Übernahme durch den portugiesischen Mischkonzern Sonae. Dies bringt das sehr erfolgreiche Joint Venture Telefónicas mit PT in Brasilien in Gefahr. Das Unternehmen namens Vivo verfügt dort über 30 Millionen Kunden und hat ein hohes Wachstumspotenzial. Ein Großteil der Gewinne kommt bereits aus diesem Markt.

Bonität: Das spanische Unternehmen, das bereits mit zehn Prozent an PT beteiligt ist, könnte eine Gegenofferte lancieren und damit seinen Schuldenstand noch weiter in die Höhe treiben. Die Folge wäre auch in diesem Fall ein schlechteres Rating.

Wechselkurse: Die große Bedeutung Lateinamerikas am Gesamtumsatz ist ein Unsicherheitsfaktor. Stark schwankende Währungen und vielerorts nicht stabile Regierungen stellen ein konstantes Risiko für die Aktie dar.

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