Family & Friends-Programm wurde deutlich überzeichnet.
Klassik Radio geht an die Börse

Die Aktien des Mitte Dezember an die Börse strebenden Radiosenders Klassik Radio sind zu sechs Euro Mitarbeitern und Hörern angeboten worden. Mit der Börsennotiz will der Sender, der mit überwiegend klassischer Musik täglich rund eine Million Hörer findet, seinen Bekanntheitsgrad steigern.

HB FRANKFURT. „Das Family & Friends-Programm wurde deutlich überzeichnet. Die Aktien wurden zu sechs Euro je Stück angeboten“, sagte Vorstand Ulrich Kubak am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung konnten Mitarbeiter, Geschäftsfreunde und in begrenztem Umfang auch Hörer rund 245 000 Aktien (etwa fünf Prozent des Grundkapitals) zeichnen. Der Augsburger Klassik Radio AG flössen damit knapp 1,4 Millionen Euro zu. Die Notierungsaufnahme am Geregelten Markt der Frankfurter Börse ist Kubak zufolge für den 15. Dezember vorgesehen.

Allerdings handelt es sich bei dem Börsengang von Klassik Radio nicht um einen Initial Public Offering (IPO), da die Aktien im Vorfeld nur einem kleinen Kreis von Investoren und nicht einer breiten Öffentlichkeit angeboten wurden. Die Transaktion begleitet die ING BHF Bank. Während in Großbritannien, Frankreich oder den USA bereits Radiostationen an der Börse notiert sind, geht mit Klassik Radio erstmals auch in Deutschland ein Radiosender aufs Börsenparkett. Nach Aussage von Kubak werden 500 000 Aktien - und damit zehn Prozent des Grundkapitals - an der Börse handelbar sein. Neben Kubak, der nach der Notierungsaufnahme rund 68 Prozent der Anteile hält, sei Florian Homm mit rund 19 Prozent an Klassik Radio beteiligt. Der Investmentmanager Homm hatte erst jüngst mit seinem Einstieg bei dem finanziell angeschlagenen Fußballbundesliga-Club Borussia Dortmund für Schlagzeilen gesorgt.

Die Klassik Radio AG setzte im Rumpfgeschäftsjahr 2004 (1. Januar bis 30. September) rund 6,1 Millionen Euro um. Den Überschuss bezifferte der Manager auf 355 000 Euro.

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