Festlegung der exakten Konditionen soll am 22. Juni erfolgen
Börsianer bewert Postbank-Anleihe als attraktiv

Die Ausstattung der am Wochenende angekündigte Postbank-Umtauschanleihe ist am Montag von Börsianern als attraktiv für Anleger eingestuft worden.

HB BONN. „Die Anleihe scheint durchaus attraktiv. Wenn der Kupon tatsächlich bei rund drei Prozent kommt, liegt das nahe der Verzinsung herkömmlicher Anleihen in dieser Laufzeit. Die Tauschoption bekäme man dann so zusagen oben drauf“, sagte Karlheinz Pfeiffer, Chefrentenhändler der Euwax AG in Stuttgart, in einer ersten Einschätzung. Nun müsse man jedoch noch die genauen Konditionen abwarten. Andere Anleiheexperten äußerten sich ähnlich.

Die von der Deutschen Post angekündigte Umtauschanleihe über Aktien ihrer Tochtergesellschaft Postbank soll mit einer Nominalverzinsung von 2,5 bis 3,0 Prozent angeboten werden. Die Umtauschprämie der Anleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren werde zwischen 38 und 42 Prozent liegen, teilte die Post am Montag mit. Die Schuldverschreibung soll der Post eine Milliarde Euro einbringen.Die Festlegung der Höhe von Kupon und Wandelprämie soll voraussichtlich am 22. Juni erfolgen.

Die Post hatte am Wochenende den ursprünglich für Montag geplanten Börsengang der Postbank um zwei Tage verschoben. Außerdem wurde die Preisspanne gesenkt, die Zahl der Aktien verknappt und stattdessen die Umtauschanleihe angekündigt.

Die Umtauschanleihe berechtige zur Wandlung von 25 Millionen Aktien der Deutschen Postbank, hieß es. Sie könne nach zwei Jahren gekündigt werden, wenn der Aktienkurs den Umtauschkurs um mehr als 30 Prozent übersteige. Der Umtauschkurs werde auf Basis des Postbank-Emissionspreises festgelegt, der voraussichtlich am Dienstag bekannt gegeben werde.

Die Post hatte nach Kritik von Fondsmanagern am Angebotspreis und der zu geringen Nachfrage die Preisspanne für die Aktien der Postbank um rund zehn Prozent auf 28 bis 32 Euro gesenkt. Mit der neuen Struktur des Börsengangs (IPO) - der Kombination aus einer um ein Drittel reduzierten Aktientranche und einer zusätzlichen Umtauschanleihe im Volumen von einer Milliarde Euro - gab sich Post-Chef Klaus Zumwinkel am Sonntag zuversichtlich, dass die größte deutsche Filialbank den Sprung an die Börse schaffe. Ähnlich äußerten sich institutionelle Investoren am Wochenende.

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