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Fidelity will mit Niedriggebühren Einstieg in Fonds versüßen - Studie

Fidelity Investments will mit niedrigen Gebühren die deutschen Anleger aus der Reserve locken und sie für ein Fondsinvestment gewinnen.

dpa-afx FRANKFURT. Fidelity Investments will mit niedrigen Gebühren die deutschen Anleger aus der Reserve locken und sie für ein Fondsinvestment gewinnen. Daher habe Fidelity vier Fonds auf den Markt gebracht, die auf den Ausagebeaufschlag komplett verzichteten, sagte Klaus-Jürgen Baum, Geschäftsführer von Fidelity Investments in Deutschland, am Mittwoch in Frankfurt. Die jährlichen Verwaltungsgebühren seien mit 1,25 Prozent ebenfalls vergleichsweise niedrig.

Baum begründete die Initiative mit einem überzogenen Sicherheitsdenken der deutschen Anleger. "In Deutschland ist sehr deutlich zu erkennen, dass ein Großteil der Anleger unstrukturiert investiert, renditeschwache Produkte bevorzugt und dadurch nur geringe Erträge erzielt", sagte er. Mit den neuen Fonds solle die Einstiegsbarriere durch die niedrigeren Kosten gesenkt werden.

Viel Unwissen

Unterstützung erhielt Baum von Franz-Josef Leven, Direktor des Deutschen Aktieninstitut, sowie von Professor Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen-Nürnberg. Leven machte deutlich, dass der Anteil der Aktien- und Aktienfondsbesitzer in den vergangenen Jahren gesunken sei. Die Gründe dafür ließ das Deutsche Aktieninstitut in einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest ermitteln: "Aktien und Aktienfonds werden von den Anlegern immer noch als vergleichsweise unsichere, komplizierte und teure Produkte angesehen, von denen man am besten die Finger lässt", so Leven. "Erschreckend ist, dass der Mehrzahl der privaten Anleger im Allgemeinen die auf mittel- und langfristige Sicht hohe Rendite von Aktien oder Aktienfonds nicht bekannt ist."

Gerke zeigte anhand einer aktuellen Studie seines Instituts auf, dass die Mehrheit der deutschen Depots falsch strukturiert ist. "Die Anleger investieren zu wenig in renditeträchtige Produkte. Außerdem streuen sie ihre Risiken nicht ausreichend. Bei einer ohnehin niedrigen Aktienquote ist der Anteil deutscher Aktien bei den meisten der untersuchten Depots deutlich zu hoch", sagte Gerke.

Moneybuilder Fonds

Baum verwies auf grundlegende Probleme innerhalb der deutschen Finanzbranche: "Immer kompliziertere Produkte mit unverständlichen Anlagephilosophien und Gebührenstrukturen sind auf den Markt gekommen. Viel wichtiger sind Basisprodukte mit hoher Qualität, die die Eintrittshürden in das Fondssparen verringern."

Im Rahmen einer Marktoffensive bringt daher Fidelity ab sofort eine neue Fondsfamilie mit dem Namen "Moneybuilder" auf den deutschen Markt. Umschichtungs- und Rücknahmegebühren fallen weg, so dass die Anleger kostenfrei zwischen ihnen hin- und herwechseln können. Diese Fondsfamilie besteht aus drei Aktienfonds (Europa, Welt, Asien) und einem Rentenfonds, der vorwiegend in europäische Anleihen investiert. Gesamtverantwortlich für die Anlagestrategie ist Richard Skelt.

Fidelity Investments ist weltweit die größte unabhängige Fondsgesellschaft der Welt mit einem verwalteten Vermögen von 1 286,1 Mrd. Dollar.

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