Finanzexperten sehen Pharmagroßhändler gut aufgestellt
Analysten loben die Celesio-Aktie

Positiv gestimmt dürften die Aktionäre der Celesio AG in die Hauptversammlung am kommenden Freitag gehen. Die Aktie einer der größten europäischen Pharmagroßhändlers hat im vergangenen Monat deutlich zugelegt. Kurz nach der Bilanzpressekonferenz im März erreichte das Papier des im MDax gelisteten Unternehmens sogar das höchste Kursniveau seit acht Jahren. Kein Wunder, verkündete der Vorstandsvorsitzende Fritz Oesterle doch die 18. Gewinnsteigerung in Folge.

FRANKFURT/ M. Auch das Jahr 2005 lässt sich gut an: Vom Finanzamt winkt eine Steuerrückzahlung, die den Nettogewinn für das zweite Quartal 2005 um 39 Mill. Euro anhebt. Und obwohl die Gesundheitsmärkte durch Reformen kräftig durchgeschüttelt wurden, sagen Börsenexperten dem Unternehmen weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung voraus. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg empfehlen elf von 18 Analysten die Celesio-Aktie zum Kauf. Bis zu einem Kursziel von 72 Euro gehen die Erwartungen – das wären 16 Prozent über dem aktuellen Kurs. Für die übrigen ist die bei rund 62 Euro notierende Celesio-Aktie immerhin eine Halteposition.

21 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete das Stuttgarter Unternehmen 2004 in Deutschland. Hier rechnen die Experten für das laufende Geschäftsjahr mit einem soliden Wachstum. „Einen Anstieg von bis zu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halten wir für vorstellbar“, sagt Christian Cohrs, Analyst der Hypo-Vereinsbank. Anfang 2004 seien die Umsätze mit Medikamenten auf Grund der ersten Stufe der Gesundheitsreform stark geschrumpft.

Mehr Raum für Spekulationen bietet das britische Groß- und Einzelhandelsgeschäft. Ab 1. April 2005 ermöglicht der neue Pharmacy Contract die engere Verknüpfung von Produktverkauf und Beratungsdienstleistungen im Einzelhandelsbereich, also den Apotheken. Dieser Vertrag dürfte im Königreich für zusätzliche Erträge sorgen. Kenner sehen Celesio dafür gut positioniert. Denn das Unternehmen habe schon länger diese Dienste angeboten und verfüge bereits über entsprechendes Know How, schreiben die Experten der DZ Bank.

Gleichzeitig hat die Blair-Regierung jedoch ein Sparprogramm bei den Gesundheitskosten ausgehandelt. Ein Pfeiler davon ist die Preisreduktion in Höhe von durchschnittlich sieben Prozent bei patentgeschützten Medikamenten. Das drückt auf die Margen aller Arzneigrossisten. In diesem Segment erwarten Finanzexperten deshalb einen leichten Umsatzrückgang.

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