Finanzinvestor Lone Star
IKB-Aktionäre bekommen ein Angebot

Der US-Finanzinvestor Lone Star nimmt die Düsseldorfer IKB Ende September endgültig von der Börse. Wider Erwarten bietet er den noch verbliebenen Aktionären nun doch an, ihnen ihre Papiere abzukaufen. Der Preis ist attraktiv.

MünchenDie Aktionäre der IKB bekommen vor dem Abschied der Düsseldorfer Mittelstandsbank von der Börse doch noch ein Kaufangebot vom Großaktionär Lone Star. Der US-Finanzinvestor bot am Montag an, die restlichen IKB-Aktien bis zum 5. September zu je 55 Cent zu erwerben. Die Kaufofferte liegt um mehr als das Doppelte über dem Schlusskurs vom Freitag von 18 Cent.

Das trieb die Aktie am Montag um 180 Prozent auf 54 Cent. Ein Gutachten einer der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften war laut Lone Star auf einen Wert von 45 Cent gekommen. Zuletzt waren noch 8,5 Prozent der Aktien im Streubesitz. Das Angebot kostet Lone Star bis zu 29 Millionen Euro.

Die IKB soll zum 30. September endgültig von der Börse genommen werden. Wer seine IKB-Aktien behält, läuft ab Oktober Gefahr, sie nur noch schwer verkaufen zu können. Zuletzt waren sie nur noch im Freiverkehr der Düsseldorfer Börse notiert. Der Mehrheitsaktionär hätte deshalb kein Abfindungsangebot vorlegen müssen.

Lone Star hatte die IKB übernommen, nachdem sie in der Finanzkrise in Schieflage geraten war und mit Milliarden von ihrem damaligen Großaktionär, der staatlichen Förderbank KfW, gerettet werden musste. Mehrere Anläufe, sie wieder zu verkaufen, waren aber im Sande verlaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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