Firmen-Erträge wachsen kräftig - Fokus liegt auf Dienstag und Mittwoch
Dax-Ausblick: Börsen steht Nagelprobe bevor

Die kommende Woche dürfte für Europas Aktienmärkte zur Nagelprobe werden. Dann nämlich rollt die Welle der Quartalsberichte auch auf dem alten Kontinent so richtig los. Zentrale Frage ist, ob die Märkte wie schon bei Intel und Yahoo das Haar in der Suppe suchen werden - oder ob allmählich wieder Realismus einkehrt.

HB DÜSSELDORF. "Eigentlich kann es nicht mehr schlimmer kommen", meint Frank Schallenberger. Der Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verweist auf die guten Zahlen der "Frühstarter" SAP und Philips. Beide Unternehmen hätten "gezeigt wie es geht". Die Anleger haben es aber nicht honoriert: die SAP-Aktie tritt seit dem Quartalsausweis auf der Stelle, Philips haben sogar fünf Prozent verloren.

Einig sind sich die Beobachter, dass es die Technologiewerte am härtesten getroffen hat. Vor allem in der Chip-Industrie geht die Sorge um, im zweiten Halbjahr könnte die Nachfrage an Dynamik verlieren. Wenn aber die Chip-Zykliker tatsächlich schon den Höhepunkt des Booms erreicht haben, könnte sich dann nicht auch in anderen Sektoren das Wachstum unerwartet früh verlangsamen? "Genau hier liegt das Dilemma", heißt es im Kapitalmarktausblick der Bankgesellschaft Berlin. Mehr und mehr werde sichtbar, dass sich für die Mehrzahl der Unternehmen die hohen zweistelligen Ertragszuwächse des ersten Halbjahres in der zweiten Jahreshälfte nicht fortschreiben lassen. Gewinnrevisionen seien also nicht ausgeschlossen.

Diese sollten sich gleichwohl in Grenzen halten. Mit dem Fehlstart in die Berichtssaison hat sich große Ernüchterung breit gemacht und an Negativem dürfte demnach vieles bereits eingepreist sein. Mit Infineon und VW stehen am Dienstag bzw. Freitag zwei Sorgenkinder im Brennpunkt, die diese These bestätigen könnten. Beim Chip-Produzenten haben sich die Erwartungen zuletzt auf ein Minimum reduziert, und von den Wolfsburgern wäre alles andere als eine Gewinnwarnung eine Sensation. "Ich denke, der Pessimismus war vor dem Start der Berichtssaison so groß, dass hier eher positive Überraschungen drin sind", meint Frank Schallenberger. Microsoft könne zudem am Donnerstag ein positives Signal aussenden und damit eine Trendumkehr des Sentiments auslösen.

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